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Müllproblem in Sternberg : Sperrmüllabfuhr oder Müllhalde?

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Immer wieder gibt es in Sternberg Probleme mit dem Sperrmüll. Anwohner stellen ihn oftmals zu früh an die Straße - was nicht nur Nachahmer, sondern auch "Wühlmäuse" anlockt, sagt Eckardt Meyer vom Bürgeramt.

svz.de von
erstellt am 12.Dez.2012 | 10:23 Uhr

Sternberg | Die Fläche vor den Containern in der Leonhard-Franck-Straße in Sternberg ist wieder sauber und auch im Kurvenbereich ist der über Wochen liegende Sperrmüll weggeräumt. Anwohner hatten schon befürchtet, mit dem unschönen Anblick von Campingtischen, Hockern, Schrankteilen, Wäschekörben, aufgerissenen Tüten und Kartons u. a. m. in die Weihnachtszeit gehen zu müssen.

"Das ist ein Problem, das wir seit Jahren bemängeln. Wir fordern, dass die Eigentümer der Flächen von Sternberger Wohnungsbaugesellschaft und Wohnungsbaugenossenschaft so Einfluss auf ihre Mieter nehmen, dass der Sperrmüll zugeordnet werden kann", sagt Eckardt Meyer vom Sternberger Bürgeramt. Denn Ähnliches sei auch aus anderen Straßen, u. a. der Karl-Marx-Straße in Sternberg, bekannt. Im besagten Kurvenbereich in der Leonhard-Franck-Straße wussten Anwohner, dass ein Mieter ausgezogen war und vorher entrümpelt hatte. Mit den Tagen nutzten dann offenbar auch andere diese Möglichkeit, zwischendurch nicht mehr Benötigtes los zu werden.

"Wenn jemand auszieht, gibt es die Möglichkeit, eine zusätzliche Sperrmüllabfuhr beim Landkreis zu beantragen. Eine Woche im Voraus wird der Termin schriftlich mitgeteilt und der Sperrmüll sollte dann auch erst zur Abfuhr herausgestellt werden", sagt Alexandra Krause vom zuständigen Fachamt im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Da zwischen Beantragung und Abholung schon mal bis zu vier Wochen verstreichen könnten, sollte die Bestellung bei Umzügen oder Haushaltsauflösungen auch rechtzeitig beantragt werden, macht sie aufmerksam. Mittels Postkartensystem ihren Sperrmüll anmelden müssen Eigentümer und Verwalter von Grundstücken in den Städten Sternberg, Goldberg, Lübz, Parchim und Plau am See. In der Regel teilen die Wohnungsverwalter ihren Mietern zweimal im Jahr einen Termin mit. In allen anderen Orten, auch in der Stadt Brüel, hat der Landkreis die Abfuhrtermine - ebenfalls zwei im Jahr - festgelegt und im jährlich erscheinenden Abfallratgeber veröffentlicht.

Eckardt Meyer sieht aber ein weiteres Problem: "Wenn der Sperrmüll ordentlich hingestellt und so stehen bleiben würde, gebe es sicherlich auch nicht solchen Ärger. Dann aber kommen die ,Wühlmäuse’ und werfen alles umher", sagt er. "Und das sind nicht unbedingt die Kinder, wie es vermutet wird", ergänzt er. Davon erzählt auch ein Anwohner aus der Leonhard-Franck-Straße SVZ. Einige Erwachsene hätten nicht nur in den Sachen gewühlt, sondern auch darunter befindliche Kleidung anprobiert und dann umhergeworfen.

Wenn Sperrmüll von Mietern aus Sternberger Wohnungsbauunternehmen auf gemeindlichen Flächen lagert, stelle das Amt den Unternehmen übrigens die Kosten für die Reinigung in Rechnung, macht Meyer aufmerksam. Ansonsten kann auch er nur immer wieder an alle Bürger im Amtsbereich appellieren, den Sperrmüll erst am Tag vor der angekündigten Abfuhr herauszustellen. Mieter von Stewo und Wohnungsbaugenossenschaft könnten bei ihrem Vermieter rechtzeitig nachfragen, wann der nächste Termin ist.

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