Sternberger Projekt hofft auf Unterstützung : Spendenaufruf sorgt für Aufsehen

<fettakgl>'Wir suchen Unterstützer!' </fettakgl>Nicht Protestieren sondern um Unterstützung bitten ist das Ziel der Aktion.  <foto>Manuela Kuhlmann</foto>
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"Wir suchen Unterstützer!" Nicht Protestieren sondern um Unterstützung bitten ist das Ziel der Aktion. Manuela Kuhlmann

Zu einer ungewöhnlichen Aktion haben sich die Eltern der Kindersportgruppe von "Sport statt Gewalt" entschlossen. Mit Spruchbannern postierten sie sich vor dem Seehotel zu Beginn des Sternberger Neujahrsempfanges.

svz.de von
18. Januar 2013, 07:12 Uhr

Sternberg | Zu einer ungewöhnlichen Aktion haben sich die Eltern der Kindersportgruppe des Projektes "Sport statt Gewalt" (SVZ berichtete) entschlossen. Mit Spruchbannern postierten sie sich vor dem Seehotel zu Beginn des Sternberger Neujahrsempfanges. "Wir hoffen auf Unterstützung", so Sylvia Kullak, Mutter der achtjährigen Katharina, die seit dem Sommer dort trainiert. Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren lernen Selbstverteidigung und Selbstbehauptung.

Getragen wurde das Projekt, welches außerdem für Jugendliche eine Box- und Tischtennisgruppe anbietet, bis zum letzten Jahr vom Arbeiter Samariter Bund. Jetzt fehlen Mittel zur Finanzierung der Personalkosten. "Es ist ein Aufruf an alle, die Vielfalt im Sport wollen", so Projektleiter Harry Tarassow. Die von Bürgermeister Quandt aufgezeigten Möglichkeiten, beispielsweise andere Sportvereine oder den Jugendclub von Dialog und Action zu nutzen, seien keine Alternativen für die Eltern und Kinder, sagt er.

Bei den Gästen des Empfanges kam der Spendenaufruf gemischt an. "Hier wollen sie nur Geld haben", zitierte Sylvia Kullak die Reaktion eines Vorbeigehenden. Aber auch ehrliches Interesse sei ihnen entgegen gebracht worden, freute sie sich. Derzeit scheinen die Fronten zwischen Tarrassow und der Stadt verhärtet zu sein. In diesem Jahr gab es bereits ein Gespräch zwischen den Beteiligten. Stellvertretender Bürgermeister Olaf Steinberg: "Wir haben unsere Hand ausgestreckt und versucht, Missverständnisse zu klären." Tarassow zeigte sich enttäuscht. Eine zufriedenstellende Lösung oder der Wille dazu sei für ihn nicht in Sicht gewesen.

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