Neukloster : Spende statt Weihnachtskarten

Spendenübergabe durch NWM-Landrätin Kerstin Weiss (3.v.r.) und Kreistagspräsident Klaus Becker (4.v.r.) an den Museumsverein Neukloster. Fotos: Roland Güttler
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Spendenübergabe durch NWM-Landrätin Kerstin Weiss (3.v.r.) und Kreistagspräsident Klaus Becker (4.v.r.) an den Museumsverein Neukloster. Fotos: Roland Güttler

NWM-Landrätin und Kreistagspräsident übergeben 500 Euro an die Chronisten-AG des Museumsvereins Neukloster.

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19. Dezember 2017, 21:14 Uhr

Seit Jahren ist es guter Brauch im Nordwestkreis, dass die Kreisverwaltung die eingeplanten Gelder für die Weihnachtsgrüße spendet. Bedacht wurden in der Vergangenheit bereits von Landrätin Kerstin Weiss und Kreistagspräsident Klaus Becker unter anderem die Lützower Jäger, vor Jahresfrist gingen die jeweils 250 Euro an zwei Selbsthilfegruppen „Frauen nach Krebs“. Und gestern freute man sich nun in Neukloster über die Spende, die der Kassenwart des Museumsvereins, Frank Engel, entgegennahm.

Innerhalb des Vereins gibt es die Arbeitsgruppe (AG) Chronisten, die seit Jahren an einer Biografie arbeitet unter dem Titel: „Neukloster in Mecklenburg 1170 bis 2015“.

In der Ankündigung zur Spendenübergabe verwies Kreissprecherin Petra Rappen darauf, dass die Chronik in Vorbereitung des 800-jährigen Jubiläums der Klosterstadt entsteht. Doch dem ist ausdrücklich nicht so, wie AG-Leiter Jürgen Köchel gegenüber SVZ betont. „Beim Stadtjubiläum bildet 1219 die Grundlage. Hier wurde das Kloster vom Landesherrn allerdings nur eigentumsrechtlich gestiftet. Der Bau begann dann um 1220/21.“ Für die sechs Männer und Frauen umfassende Chronik-AG ist hingegen ein anderes, früheres Datum ausschlaggebender: „Die Ersterwähnung des Ortes erfolgte in einer Urkunde von Kaiser Friedrich Barbarossa aus dem Jahr 1170“, so Köchel. Früher, also vor 1220, gab es hier das aus zwei Teilen bestehende slawische Dorf Cuscin. Das sei im Zuge des Klosterbaus plattgemacht worden.

Durch die unterschiedlichen Gründungsansätze kommt es in der 4000-Einwohner-Stadt jetzt zur paradoxen Jubiläumsballung. Die Verwaltung von Neukloster bereitet sich gerade intensiv auf die 800-Jahr-Feier 2019 vor. „Und 2020 ist dann das 850-jährige Jubiläum“, hält Jürgen Knöchel dagegen. 2019 wird keiner mehr absagen, darum gab es gestern unter den AG-Mitgliedern die spontane Idee, doch beides miteinander zu verbinden.

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