Sternberg : Spektakuläre Sprünge übern Markt

Auf den Rampen nehmen die Motocross-Freestyler Schwung bis über die Dächer der Sternberger Innenstadt.  Fotos: Rüdiger Rump
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Auf den Rampen nehmen die Motocross-Freestyler Schwung bis über die Dächer der Sternberger Innenstadt. Fotos: Rüdiger Rump

Die Motocross-Freestyle-Show begeisterte das Publikum. Durch den Regenguss am Samstagabend war eine Verschiebung auf Sonntag notwendig.

svz.de von
06. Juli 2014, 20:17 Uhr

Einfach verrückt: Mit den Glockenschlägen, die am Samstagabend den Motocross-Freestyle auf dem Sternberger Marktplatz einläuten sollten, öffnete der Himmel seine Schleusen. Smartphones und Tablets hatten schon eine Weile buchstäblich geglüht, denn Veranstalter wie Zuschauer riefen ständig die Wetterkarte auf. Als es nun von oben schüttete, reichten die Mutmaßungen, wie lange sich das Regengebiet über Sternberg hält, von 30 Minuten bis zwei Stunden. Doch selbst im günstigsten Fall wäre es unmöglich gewesen, dann mit der Show zu beginnen. Alles war nass, vom Pflaster im Anlauf über die Rampen bis zum mobilen Landehügel – selbst für die wagemutigen Crossfahrer zu gefährlich.

Der gastgebende MC Sternberg hatte zwar vorsorglich zwei Brenner mitgebracht, die womöglich beim Trocknen des Pflasters nützen würden, bei den Regenmassen wäre es damit jedoch keineswegs getan. Nach kurzer Beratung unter einer Plane und Absprache mit Pastorin Katrin Teuber, dass der Gottesdienst in der Stadtkirche am Sonntag um 11 Uhr beendet sein wird, verständigten sich Verantwortliche und Fahrer auf eine Verschiebung. Für die Veranstalter vom MC Mehrarbeit hinter den Kulissen, denn beispielsweise musste die Versicherung auf den nächsten Tag geändert werden und auch das Notarztteam umdisponieren.

Wie richtig diese Entscheidung war, zeigte sich gestern Vormittag. Bei besten Bedingungen legten die sieben internationalen Spitzenfahrer, darunter mit Emma McFerran aus Australien eine junge Frau, eine atemberaubende Show hin. „Wir hätten uns und dem Publikum keinen Gefallen getan, wenn wir das Programm am Sonnabend irgendwie
begonnen hätten“, so MC-Vorsitzender Andreas Ecken, der mit Hauptorganisator Nico Bestmann zumindest äußerlich die Ruhe bewahrte und das Geschehen sicher im Griff hatte, gestern sichtlich erleichtert. „Schön, dass wieder so viele Zuschauer gekommen sind und zufrieden waren. Bei Nässe hätten die Fahrer nicht die Sprünge zeigen können wie heute“, so Ecken.

Freddy Peters aus Berlin war schon vor fünf Jahren in Sternberg an den Start gegangen und bei dem Meisterschaftslauf Zweiter geworden. „Ich freue mich, wieder hier zu sein. Der Marktplatz ist eine tolle Location.“ Beim Sprung merke der Fahrer davon zwar nichts, weil er voll konzentriert sei, „doch schon beim Zurückfahren ist das fantastisch“, meinte Freddy gegenüber SVZ.

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