Freizeitmöbel aus Brüel : Sommerliches Flair bei Winterwetter

<strong>Stapelbänke aus Streckmetall</strong> bearbeitet Bernd Pollack. Diese Zweisitzer sind ein neues Produkt der Mecklenburger Freizeitmöbel GmbH in Brüel. Eine kleine Stückzahl  wird vorab herkömmlich gefertigt, um einen Terminwunsch  einzuhalten. Schweißroboter  vervier fachen hier die Produktivität. Dazu muss noch die Schablone an den Schweißtisch des Roboters angepasst und das Programm geschrieben werden.
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Stapelbänke aus Streckmetall bearbeitet Bernd Pollack. Diese Zweisitzer sind ein neues Produkt der Mecklenburger Freizeitmöbel GmbH in Brüel. Eine kleine Stückzahl wird vorab herkömmlich gefertigt, um einen Terminwunsch einzuhalten. Schweißroboter vervier fachen hier die Produktivität. Dazu muss noch die Schablone an den Schweißtisch des Roboters angepasst und das Programm geschrieben werden.

In der MFG Mecklenburger Freizeitmöbel GmbH ist der Sommer eingezogen. An den Fertigungslinien für Stapelstühle, Sessel und Tische für Terrasse und Garten herrscht Hochbetrieb, die Auslieferung läuft.

svz.de von
29. Januar 2013, 10:26 Uhr

Brüel | Schwer zu glauben, dass der Winter sich schon verabschiedet. Obwohl die Produktion in der MFG Mecklenburger Freizeitmöbel GmbH längst sommer liche Gefühle aufkommen lässt. Stapelstühle und Sessel für Terrasse oder Garten, dazu passende Tische sowie solche für Boulevard und Bistro, Relaxliegen, Hollywoodschaukeln - an den Fertigungslinien herrscht Hochbetrieb, die Auslieferung läuft. "Wir haben zurzeit 80 Mitarbeiter, sieben mehr als vor einem Jahr. Denkbar, dass wir kurzfristig weitere benötigen. Zum Teil wird in zwei Schichten gearbeitet", erklärt Geschäftsführer Gerhard Diedrich. "Ende Januar haben wir etwa zehn Prozent Umsatzplus gegenüber dem gleichen Zeitraum 2012." Ein Geschäftsjahr zählt in dem Brüeler Unternehmen jeweils von September bis August.

Für das neue Werk II, in das MFG voriges Jahr mehr als vier Millionen Euro im Gewerbegebiet an der B 104 investiert hat, läuft die erste Saison. Mit hochmoderner Technik entstehen hier auf einer Fertigungslinie Gartenstühle der Groß serie "Zingst" aus Streckmetall und auf einer zweiten Boulevard-Klapptische. An die 3000 Quadratmeter große Produk tionsfläche schließt sich eine doppelt so große Logistikhalle an. "Damit sind wir wesentlich flexibler bei der Auslieferung, können besser puffern und kommissionieren", nennt Diedrich als weiteren Vorteil neben der gewachsenen Produktions kapazität. Der größte Teil der Fertigware sei verkauft. Baumarkt- und Handelsketten, Großhändler, Discounter und Fachhändler sind die Hauptkunden in Brüel. Die Freizeitmöbel finden bundesweit ihre Abnehmer, aber auch in Nachbarländern wie Dänemark, Niederlande, Österreich, Schweiz und zunehmend auch in Osteuropa. In bis zu sieben Sprachen werden die Einleger mit der Produktinformation verfasst.

Entgegen der Marktsituation gelang es den Brüelern, weitere Handelsketten als Kunden zu gewinnen. Dadurch fällt es kaum ins Gewicht, dass sich bisherige Großabnehmer bei Bestellungen zurückhielten, weil sie Bestände aus der Vorsaison hatten. Ein verregneter Sommer wie 2012 verderbe nicht nur der Tourismusbranche das Geschäft. "Umgekehrt gibt es einen richtigen Schub, wenn sich im März die Sonne zeigt und Frühlingsgefühle aufkommen", sagt Diedrich schmunzelnd.

Vertieft habe sich übrigens der Trend zu Freizeitmöbeln in Anthrazit und Silberfarbe neben Standardweiß, Blau und Grün. MFG beschäftige sich aber auch schon mit Neu- und Weiterentwicklungen für die nächste Saison. Vor allem gehe es um ein Tischsortiment im mittleren und höheren Preissegment, so Diedrich. Im März sollen die ersten Muster fertig sein.

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