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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 14:08 Uhr

Klein Pritz : So macht Familie einfach Spaß

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Familientreff der Familie Benthin in Klein Pritz: 50 Verwandten aus vier Generationen kamen – und der Stammbaum „wächst“

svz.de von
erstellt am 27.Mai.2015 | 18:43 Uhr

Mandy Bilet aus Berlin entstammt der Benthin-Familie, die ihren Stammsitz bis zum Tode der Eltern und Großeltern Alma und Otto Benthin in Klein Pritz hatte. Das heißt, etliche hatten durch Familiengründung und Wegzug das Zuhause bereits verlassen.

Die Enkelin der alten Benthins, Mandy, Tochter von Horst, hat sich Großes vorgenommen. Sie möchte jetzt den Stammbaum der Familie erstellen, der inzwischen viele Blüten getrieben hat. Und das aus gutem Grund. „Jeder hat seine Erinnerungen an das Eltern- und Großelternhaus. Und die möchten nicht verloren gehen.“ Sie erzählt, dass sie viele in der Familie, die inzwischen auf über 80 Verwandte in vier Generationen angewachsen ist, ja gar nicht kenne. „Wenn wir einen Stammbaum erstellen, haben wir wenigstens eine Übersicht über die Familie“, so die 37-Jährige. „Dann weiß man wenigstens wer, was, wie und wo dazugehört. Und die Daten werden für die Ewigkeit festgehalten.“ Um aber Letztere zu erhalten, bedarf es vieler Mühen. Deshalb möchte Mandy die jährlichen Familientreffs dafür nutzen, um ins Gespräch mit der weitläufigen Verwandtschaft zu kommen und natürlich möglichst viele Fotos zu schießen. Denn alles nahm seinen Beginn, als Alma, geborene Rogmann, und Otto Benthin beschlossen, eine Familie zu gründen.Sie heirateten und siedelten später in Klein Pritz. Und es dauerte auch gar nicht lange, da kamen die Kinder, eins nach dem anderen.

Solch ein Familientreffen stand am Pfingstsonntag wieder mal an. Zum bereits vierten Male. Und zwar auf dem Grundstück der Eltern und Großeltern in Klein Pritz. Also der „Urahnen“, mit denen alles seinen Anfang nahm. Und deren „Geist“ noch immer durch das Haus zieht. Es waren diesmal an die 50 Familienmitglieder, Geschwister, Onkels, Tanten, Cousins und Cousinen und deren Nachwuchs, die den Weg hierher gefunden hatten.

Maßgeblichen Anteil an der Organisation des Treffens hatten diesmal die Schwestern Gisela 77, Ingrid, 56, und Edith, 57. Und jeder brachte etwas Leckeres mit zu essen. Zu den Geschwistern gehören noch Werner, 82 und damit der Älteste, Peter, 67, Bruno, 65, und Horst, 63. Bruder Karl lebt im Heim. Der Senior unter den Geschwistern, Werner, wusste viel zu erzählen. Zum Beispiel, dass er gerne viele Leute um sich habe und sich mit ihnen unterhalte. „Und alle 14 Tage treffen wir uns zum Knobeln“, meinte er und fügt schmunzelnd hinzu: „Die Enkelkinder können inzwischen den Rasen mähen.“ Sein Sohn Gerhard ist mit Ehefrau Belinda aus Waren an der Müritz gekommen. „Eine herrliche Gegend, aber wir kommen auch gerne hierher.“ . Was besonders auffiel: Alle lobten den guten Zusammenhalt der Großfamilie. „Zank und Streit kennen wir nicht.“ Und der Witzbold fügte noch hinzu, dass sie noch bekannt dafür seien, dass man hinterm Rücken rede (spaßig gemeint), weil der eine oder andere schon mal nackt in den Klein Pritzer See springe. „Hier fühlt man sich einfach wohl. Bei guten Gesprächen, Kaffee und Kuchen sowie Gegrilltem in den Abendstunden und Musik verleben wir hier stets gute Stunden“, fügt er an. Viele nutzen auch das „Aushängeschild“ der Familie: eine alte Bretterwand am Schuppen, an der man die Bilder von den Vorjahren betrachten könne. Und dann wird gefeiert bis zum Umfallen. Am nächsten Morgen steht noch das gemeinsame Frühstück an, danach geht es wieder nach Hause. Ja, so macht Familie Spaß!

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