Dabel : Sieben Krawatten zur Konfirmation

Günther und Inge Selig aus Dabel.
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Günther und Inge Selig aus Dabel.

Unsere 20 Fragen beantworten heute im Doppelpack mit Günther und Inge Selig, die seit 54 bzw 45 Jahren ihrer Freiwilligen Feuerwehr Dabel die Treue halten.

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15. März 2014, 07:29 Uhr

Mehr als 54 Jahre engagiert sich Günther Selig ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr Dabel. Von 1977 bis 2001 leitete er als Wehrführer die Geschicke der Feuerwehr und ist heute Ehrenwehrführer, der bei Problemen gern um Rat gefragt wird. Inge Selig war eine der ersten fünf Frauen, die 1969 ihren „Dienst im vorbeugenden Brandschutz“ antraten. Beide sind noch aktiv in der Seniorengruppe.

Auch beim heutigen 80-jährigen Jubiläum werden sie wieder dabei sein, denn „wenn man einmal Feuerwehrmann ist, bleibt man das“, ist sich das Ehepaar einig, während er unsere 20 Fragen beantwortet.

Ab 10 Uhr treffen sich die Kameraden im Gerätehaus der Feuerwehr zum gemütlichen Beisammensein. Für Unterhaltung sorgen die Dabeler Müllerburschen. Technikschau und Spiele für die Kinder sind ebenfalls vorbereitet. Alle Interessierten Bürger sind herzlich eingeladen.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Günther Selig: Auf dem Grundstück mit meinem Dackel bei Fuß.
Inge Selig: Auf der überdachten Gartenterrasse – unsere kleine Sommerresidenz.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Heimatort Dabel sofort ändern?
Günther Selig: Ein Tanzsaal wäre wünschenswert.
Inge Selig: Sofort lässt sich leider gar nichts Großes ändern. Ein Zentrum für das Gemeindeleben wäre aber schon schön.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Günther Selig: Heute auf dem Hof bei den Tauben und Hühnern.
Inge Selig (ergänzt): Als wir noch aktiv waren, hat ein großer Teil unserer Freizeit der Feuerwehr gehört: Es hieß nicht nur Mitfeiern, sondern auch Vorbereiten, hinterher aufräumen und für Günther Einsätze koordinieren.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Günther Selig: Beim Kartoffel sammeln beim Bauern auf dem Feld.
Inge Selig: Als Kind ebenfalls beim Kartoffel sammeln.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Günther Selig: Für Ersatzteile, um aus einem alten Rad eine Fahrbares zu machen.
Inge Selig: Für neue Winterbekleidung. Wahrscheinlich ein Kleid, das hat man damals mit langen Strümpfen auch im Winter getragen.
Was würden Sie gerne können?
Inge Selig: Klavier spielen.
Günther Selig: Ich würde auch gern ein Musikinstrument spielen können – mir würde aber eine Mundharmonika reichen.
Was stört Sie an anderen?
Günther Selig: Wenn einer lügt, um sich eigene Vorteile zu verschaffen.
Inge Selig: Überheblichkeit.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Inge Selig: Wir waren vor kurzem bei der Aufführung der Fritz-Reuter-Bühne im Schloss Hasenwinkel. Beim Stück „De Chorprow“ haben wir beide viel gelacht.
Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?
Inge Selig: In meinen Augen mache ich nichts Unvernünftiges mehr.
Günther Selig: Ich schließe mich meiner Frau an.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Günther Selig: Alle Feuerwehrkameraden, die für andere ihr eigenes Leben beim Einsatz riskieren.
Inge Selig: Ich habe keinen besonderen Menschen als Helden. Für mich sind alle Menschen, die anderen helfen, Helden. Dazu zählen Ärzte, Krankenschwestern und natürlich auch Feuerwehrleute. Besonders in Notfällen wachsen diese über sich hinaus.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Günther Selig: Jeden Tag die Zeitung und plattdeutsche Schriften.
Inge Selig: „Rosen im Meer“ das sind die Aufzeichnungen eines Schiffsarztes auf einem Fischerboot.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Günther Selig: Ich sehe gern norwegische Geschichten und Tierreportagen wegen der schönen Landschaftsaufnahmen.
Inge Selig: Wenn es die Zeit zulässt, schauen wir die Regionalnachrichten. Ich sehe gern Kurzkrimis. Ohne eine Leiche am Tag kann ich nicht schlafen.
Wo trifft man Sie eher: bei der Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Günther Selig: In folgender Reihenfolge: Feuerwehr, Karneval und Fußball.
Inge Selig: Feuerwehr und Karneval.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Günther Selig: Die Queen Elisabeth. Ich bewundere ihre Haltung und die ruhige gelassene Ausstrahlung.
Inge Selig: Ich habe keinen Favoriten.
Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Günther Selig: Wir mögen gern deutsche Küche. Ich mag griechische Gerichte.
Inge Selig: Ich bin für Pasta zu haben und esse gern mal chinesisch.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Günther Selig: Mit alten Schlagern, nach denen wir in der Jugendzeit getanzt haben.
Inge Selig: Bei Blasmusik denke ich gern an die Feuerwehrfeste. Dort haben oft Kapellen gespielt.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Günther Selig: Es war nicht mein schönstes, aber das Geschenk, an das ich mich besonders erinnere: Zur Konfirmation gab es sieben gleiche Krawatten. Von den vielen Taschentüchern habe ich heute noch welche.
Inge Selig: Ich habe einmal als Kind ein altes Damenrad von meinem Onkel bekommen. Ich war sehr glücklich endlich ein Fahrrad zu haben.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Günther Selig: Noch mal eine Heißluftballonfahrt über Dabel.
Inge Selig: Ich würde gern einmal mit der Transsibirischen Eisenbahn fahren.
Was haben Sie als Rentner noch vor?
Günther Selig: Möglichst lange bei guter Gesundheit das Rentenalter genießen.
Inge Selig: Vielleicht kleine Reisen zu machen. Ansonsten genieße ich es, meine Zeit für mich zu haben.
Wem sollten wir dieses Fragen ebenfalls stellen?
Günther Selig: Frau Dr. Laube.
Inge Selig: Helga Böhnke.




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