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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. November 2017 | 19:53 Uhr

Sternberg : Seehotel mit erstem Aufschwung

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Zimmerauslastung steigt von 36 auf knapp 60 Prozent. Der Hotelchef sieht allerdings noch viel Arbeit: Derzeit wird der Wellnessbereich auf Vordermann gebracht.

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 16:38 Uhr

Das Insolvenzverfahren ist abgeschlossen, die Zimmerauslastung im Sternberger Seehotel zeigt steil nach oben. Die erreichte im September 86,2 Prozent und liegt im Oktober aktuell bei 77 Prozent. „Wir hoffen, mit weiteren Buchungen in der zweiten Monatshälfte noch bei 83 Prozent anzukommen“, sagt Hoteldirektor Dennis Homrighausen. Die Saison gehe normalerweise dem Ende zu, so dass die Kurve in vielen Häusern mehr oder weniger falle, doch das Seehotel werde weiterhin „gut gebucht“, so Homrighausen, vor allem über Reiseveranstalter, aber auch direkt im Internet.


Mitarbeiter haben „klasse mitgezogen“


Schon im Sommer habe sich nach der zweiten Insolvenz innerhalb von drei Jahren ein bemerkenswerter Aufwärtstrend gezeigt. Zur Erinnerung: Erst am 1. März war durch Rechtsanwalt Andreas Franz aus Schwerin erneut ein Insolvenzverfahren eröffnet worden (wir berichteten).

Der August sei der Monat mit der höchsten Zimmerauslastung gewesen (93 Prozent). „Übers Jahr gerechnet, haben wir bisher 54 Prozent drin. Wenn der November und Dezember wie erwartet laufen, könnten wir insgesamt an 60 Prozent herankommen. Das liegt, glaube ich, noch knapp unter dem Durchschnitt im Land, ist aber ein enormer Aufschwung“, freut sich Homrighausen. Im Vorjahr habe die Auslastung im Hotelgeschäft 36 Prozent betragen.

„Aber wir sind bei weitem noch nicht durch, sondern gerade dabei, das Haus auf gesunde Füße zu stellen und die Verluste so weit wie möglich zu minimieren, um dann 2015 in die Gewinnzone zu gelangen“, bleibt der Hoteldirektor auf dem Teppich. Aktuell 81 Prozent Weiterempfehlung bei HolidayCheck würden freilich Mut machen. Und ebenso, dass die rund 20 Mitarbeiter „klasse mitgezogen, viel gearbeitet und auf manches verzichtet“ hätten. Sie seien im Tagesgeschäft stark gefordert und würden das engagiert meistern. Sonst wären diese Fortschritte nicht möglich gewesen, betont der Hotelchef.

Das Haus solle nun innerhalb von zwei Jahren schrittweise saniert werden. Derzeit werde der Wellnessbereich auf Vordermann gebracht, nach dem Schwimmbad, das bereits fertig ist, Sauna und Ruhezone. Homrighausen rechnet noch mit etwa vier Wochen. „Behutsam“ würden auch die Zimmer gemacht, „aus dem laufenden Geschäft heraus, ohne sich zu übernehmen“, damit nicht wieder das passiere, was hinter dem Seehotel liege.

Mit dem Zuwachs bei der Logis halte das Tagesgeschäft im Restaurant leider nicht Schritt, bedauert Homrighausen. Er wünsche sich vor allem mehr Gäste aus Stadt und Region. Allein mit Übernachtungsgästen rechne sich das nicht. „Wir sind auf die Sternberger angewiesen.“

Veranstaltungen seien bisher gut angenommen worden, hat der Hotelchef festgestellt. Jetzt solle auch wieder Kino nach Sternberg geholt werden. Große Leinwand, neuer Beamer und volle Beschallung seien vorhanden. Nun gelte es herauszufinden, „was die Leute sehen wollen“. Er sei kein Kinobetreiber, sondern Hotelier, sagt Homrighausen. An diesem Sonnabend, 18. Oktober, tritt die aus DDR-Zeiten bekannte Gruppe „MTS“ mit Musik und Witz rund um das Thema „Stammtisch“ im Seehotel auf. Im November kommt das Landestheater Parchim mit „Ox und Esel“ nach Sternberg, im Dezember soll es ein Weihnachtskonzert geben. „Das werde derzeit noch genauer „ausgekocht“, wahrscheinlich in Verbindung mit einem Menü. Der Heimatverein veranstalte im Saal seinen Herbstball, und auch die Karnevalsfeier werde hier stattfinden.

 

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