Sternberg : Sechs Fragen an die Kandidaten

Thomas Dolejš, Sternberger Burg, parteilos und Armin Taubenheim, Sternberg, CDU
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Thomas Dolejš, Sternberger Burg, parteilos und Armin Taubenheim, Sternberg, CDU

Beide Bewerber für die Nachfolge von Bürgermeister Jochen Quandt antworten SVZ. Morgen Abend findet ein Wahlforum im Sternberger Rathaus statt.

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25. Januar 2016, 16:55 Uhr

Für Bürgermeister Jochen Quandt, der Ende April nach fast 26 Jahren sein Amt abgibt, wird am 21. Februar ein Nachfolger gewählt.
Mit Thomas Dolejš aus Sternberger Burg (parteilos) und Armin Taubenheim aus Sternberg (CDU) gibt es dafür zwei Bewerber.

SVZ-Redakteur Rüdiger Rump stellte ihnen sechs Fragen. Wer noch mehr über sie wissen möchte, hat morgen, 27. Januar, ab 19 Uhr im Rathaussaal dazu Gelegenheit. Die SPD-Fraktion der Stadtvertretung lädt zu einem Wahlforum mit den beiden Kandidaten ein.

Warum wollen Sie Bürgermeister werden?

Thomas Dolejš: Ich möchte Bürgermeister der Gemeinde Sternberg werden, weil ich mich an unserer Kommunalpolitik beteiligen und mitwirken möchte. Auch berufliche und persönliche Gründe spielen eine Rolle. Dort zu arbeiten, wo man wohnt und seine Heimat hat, ist einer davon.

Armin Taubenheim: Ich wohne seit 20 Jahren in Sternberg und bin immer gesellschaftlich aktiv. Seit 2009 engagiere ich mich in der Kommunalpolitik, die mir sehr viel Spaß macht. In dieser Zeit wuchs bei mir das Interesse, als Bürgermeister die Stadt mit zu entwickeln. Mittlerweile ist es bei mir zu einer Herzensangelegenheit geworden.

Welche Voraussetzungen bringen Sie für die Verwaltung mit?

Dolejš: Ich denke, meine Verwaltungsausbildung und meine siebenjährige Verwaltungstätigkeit in vielen Bereichen bei der Hansestadt Lübeck sind sehr gute Voraussetzungen für die Verwaltung. Weiterhin stehe ich für Ehrlichkeit, Belastbarkeit, Zielstrebigkeit, Willenskraft und ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft. Zu erwähnen sind natürlich noch meine Erfahrungen und Qualifikationen im Bereich der Menschenführung durch meine langjährige Tätigkeit als Zugführer bei der Bundeswehr.

Taubenheim: Jahrelange Mitarbeit in der Stadtvertretung und den Ausschüssen sowie zehn Jahre Führungsverantwortung und Verwaltungstätigkeit als Offizier der Bundeswehr. Hinzu kommen Erfahrungen aus meiner Tätigkeit in der Personalvertretung, der Vereinsarbeit und zwei erfolgreiche Studienabschlüsse.

Was wären, wenn Sie gewählt werden, Ihre ersten und wichtigsten Vorhaben?

Dolejš: Bei einer erfolgreichen Wahl zum Bürgermeister wäre das Bedanken bei allen Wählerinnen und Wählern, welche für mich gestimmt haben, eines meiner ersten Vorhaben. Danach käme der Rück- und Abbau sämtlicher Wahlwerbung im Gemeindegebiet. Dann würde ich mir einen Überblick über das Kollegium und den gesamten Aufgabenbereich des Bürgermeisters verschaffen.

Taubenheim: Der Haushaltsplan 2016 ist beschlossen, der konsequenterweise die Vorhaben vorgibt. Ungeachtet dessen muss eine Prioritätenliste der Brückensanierung erstellt werden. Den Breitbandausbau gilt es zu forcieren, und der Erhalt des Heimatmuseums ist mir wichtig. Sorgen mache ich mir auch um das Seehotel.

Glauben Sie, dass Kommunen noch ausreichend Handlungsspielraum haben?

Dolejš: Ich denke, der Handlungsspielraum von Kommunen ist noch ausreichend, wenn gleich er stetig kleiner wird durch übergeordnete
Gesetzgebung usw.

Taubenheim: Die Finanzausstattung könnte angesichts der Aufgaben besser sein. Künftig gilt es Einsparpotenziale konsequent zu nutzen, wie z.B. die Fortführung der LED-Umstellung, die uns einen gewissen Handlungsspielraum bieten.

Der Haushalt 2016 konnte nur durch Rücklagen ausgeglichen werden. Sehen Sie freiwillige Leistungen, etwa die finanzielle Unterstützung der Vereine, in absehbarer Zeit gefährdet?

Dolejš: Nein, ich sehe die finanzielle Unterstützung der Vereine durch freiwillige Leistungen nicht in absehbarer Zeit gefährdet, da ich die Vereinsförderung und Unterstützung für sehr wichtig erachte.

Taubenheim: Die Vereine sind für das gesellschaftliche Leben unserer Stadt sehr wichtig. Durch eine effektive Haushaltsführung können finanzielle Spielräume geschaffen werden, mit denen die Arbeit der Vereine unterstützt werden kann, insbesondere die der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit.

Der hauptamtliche Bürgermeister in Sternberg ist zugleich Leitender Verwaltungsbeamter für das Amt. Halten Sie das für einen schwierigen Spagat oder eine reizvolle zusätzliche Herausforderung?

Dolejš: Ich halte beide Aufgaben für sehr fordernd, zeitaufwendig, anstrengend, aber auch reizvoll. Ob es ein Spagat wird, kann ich noch nicht beurteilen, das wird die Zeit im Amt zeigen. Wir können aber den scheidenden Bürgermeister fragen, der sollte uns diese Frage genau beantworten können.

Taubenheim: Die Stadt Sternberg ist geschäftsführende Gemeinde für das Amt. Jede Gemeinde hat eine eigene Gemeindevertretung und einen eigenen Bürgermeister, die souverän über die Gemeindeentwicklung entscheiden. Die Stadtverwaltung ist Dienstleister für die Gemeinden und nicht Entscheider. Deshalb sehe ich es nicht als schwierigen Spagat, aber für mich sicher als zusätzliche Herausforderung an, halte aber eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten für ganz wichtig.

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