1. Herbststurm des Jahres : „Sebastian“ sorgt für sieben Einsätze

Arbeit für die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Wismar gestern Vormittag nach dem ersten Herbststurm des Jahres. An der L 102 zwischen Jesendorf und Schimm hatte am Abend zuvor ein riesiger Laubbaum den dicken „Backen“ von Rasmus nicht standhalten können.
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Arbeit für die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Wismar gestern Vormittag nach dem ersten Herbststurm des Jahres. An der L 102 zwischen Jesendorf und Schimm hatte am Abend zuvor ein riesiger Laubbaum den dicken „Backen“ von Rasmus nicht standhalten können.

Region kam glimpflich davon. Die Brüeler Feuerwehr viermal alarmiert – ein Fall wurde dann aber an Sternberg abgegeben.

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14. September 2017, 18:07 Uhr

„Es ging alles glimpflich ab“, so die Einschätzung von Mathias Ohms, stellvertretender Amtswehrführer im Amt Sternberger Seenlandschaft. Auch wenn „Sebastian“, der erste Herbststurm des Jahres, am Mittwoch ordentlich blies mit Windgeschwindigkeiten in der Region um die 80 Kilometer pro Stunde, so hielten sich die Bäume gegen Rasmus weitgehend wacker.

Um Sternberg herum mussten die Wehren wetterbedingt fünf Mal ausrücken. Gleich vier Mal alarmiert wurde die Brüeler Wehr, „einmal hat dann aber Sternberg übernommen wegen eines Baumes auf der Straße bei Groß Görnow. Da die eh auf dem Ende waren“, so Brüels Wehrführer Torsten Reiher. Während die Sternberger Kameraden auch in Klein Görnow und bei Sternberger Burg zum Einsatz kamen, rückten die Brüeler raus nach Kuhlen. Auf der Verbindungsstraße zwischen Kuhlen und Holdorf lag ein Baum auf der Fahrbahn. Hier waren auch die Feuerwehren aus Wendorf und Gustävel vor Ort – „wegen der Alarm- und Ausrückepläne“, so Ohms. Die sehen vor, dass in Fällen wie bei Kuhlen drei Wehren im Verbund alarmiert werden.


Zwischendurch noch zu einem „Kaminbrand“


Zudem kamen die Brüeler später auch noch auf der B 104 zum Einsatz. Zwischen Weitendorf und Brüel versperrte ein umgestürzter Baum halbseitig die Fahrbahn. Und zwischendurch wurde man auch noch zu einem „Kaminbrand“ im Brüeler Rosenweg gerufen, so die offizielle Formulierung im Einsatzprotokoll. „Abgelegte Sachen auf dem Kamin hatten sich entzündet. Es ist nichts weiter passiert“, so Ohms, „beim Versuch des selber Löschens durch die Bewohner hat es eine kleine Stichflamme gegeben. So alarmierten sie die Feuerwehr.“

Erfreulicherweise ruhig blieb der Mittwochabend auch in Warin und Umgebung. Die dortige Feuerwehr musste laut deren stellvertretenden Wehrführer s Stephan Buchs „lediglich einmal um 19.12 Uhr ausrücken. Auf der B 192 in Richtung Blankenberg versperrte ein großer Ast die Hälfte der Fahrbahn“.

Für die Freiwillige Feuerwehr Ventschow gab es am 12. und 13. September die ersten Einsätze des Jahres. Am Mittwoch gegen 18.30 Uhr musste auf der L 101 in Richtung Rubow ein Baum von der Straße entfernt werden. Und tags zuvor wurde man wegen einer Türöffnung gerufen. In der Ventschower Straße der Jugend gab es laut Wolfgang Sielaff, stellvertretender Wehrführer in Ventschow, einen Wasserrohrbruch. „Es war nur ein kleines Leck. Der junge Mann, der hier wohnt, war nicht da, er arbeitet im Ausland. Irgendwann war das Wasser eine Etage tiefer durchgesickert“, so Sielaff.

Dieser rechnet mit weiteren Einsätzen. „Jeder neue Sturm lässt diesmal nur angeknackte Bäume abstürzen“, weiß Sielaff aus Erfahrung.

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