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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. Oktober 2017 | 23:14 Uhr

Brüel : Schwimmen ist lebenslanges Üben

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Regina und Rolf Karl führen seit fünf Jahren ehrenamtlich Lehrgänge am Roten See durch. In diesem Jahr mit insgesamt 45 Teilnehmern

von
erstellt am 16.Aug.2017 | 06:00 Uhr

„Kann ich mich für das nächste Jahr schon anmelden?“ Mit einer solchen Frage am letzten Tag des Schwimmkurses am Roten See hätten sie nun gar nicht gerechnet, sagt Rolf Karl. Er, seine Frau Regina Karl sowie Gymnasiast und Schwimmlehrer-Praktikant Nick Haubold haben hier in den ersten beiden Ferienwochen über den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) zwei Lehrgänge zu je 15 Stunden an den Vormittagen durchgeführt.

Mit seiner Frage überrascht, hatte der erst vierjährige Malte aus Sternberg, dessen älterer Bruder die Prüfung für das Goldabzeichen abgelegt hat. „Der kleine Bruder will jetzt nachziehen“, weiß Rolf Karl.

Seit 2013 führen er, seine Frau, Enkel Steffen Möller und Praktikanten vom ASB als qualifizierte Rettungsschwimmer solche Kurse in Brüel durch. Dieses Mal mit insgesamt 45 Teilnehmern, von denen jedes zweite Kind dann nicht nur schwimmen, sondern mit dem Seepferdchen oder einer höheren Schwimmstufe nach Hause gehen konnte, unter ihnen auch sechs Vorschulkinder.

„Die Resonanz in der Bevölkerung auf unsere Schwimmkurse ist erfreulicher Weise groß. Viele Eltern und/oder Großeltern, die wir früher als Sportlehrer unterrichtet haben, bringen jetzt die Kinder/Enkel zu uns zur Ausbildung. Nicht selten reisen die Kursteilnehmer extra aus Berlin, Hamburg, Lübeck oder Niedersachsen an“, sagt Rolf Karl. Ein Junge aus Berlin habe sogar die Reise zu seiner Großmutter nach Kanada unterbrochen, um am Roten See die Prüfung für das Deutsche Schwimmabzeichen in Gold abzulegen.

Regina und Rolf Karl sind seit ihrem 16. Lebensjahr Rettungsschwimmer und legen seit dem alle zwei Jahre erfolgreich die Wiederholungsprüfung ab. Beide, sie ist 69, er 71 Jahre alt, denken nicht ans Aufhören. Es mache Spaß. Zudem sei es fürs Leben ganz wichtig, schwimmen zu können, so Regina Karl. „Man sieht, wie sich mancher an der Ostsee überschätzt.“

Los geht es an jedem Vormittag mit Baderegeln und Schwimmbewegungen, dann im Wasser weiter. Wobei Karls auch auf methodische Hilfen zurückgreifen wie Nudel, Schwimmbrett und zum Schluss die Leine.

 
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