Warin : Schwedensteine oder nicht?

Grenzstein an einem Wiesenweg vor Neumühle
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Grenzstein an einem Wiesenweg vor Neumühle

Grenzsteine erzählen Geschichte: Die am Westufer des Tepnitzbaches liegenden zeigen sich in ungewöhnlicher Form.

svz.de von
09. Juli 2015, 22:37 Uhr

Wer in dem nahezu wegelose Waldgebiet am Westufer des Tepnitzbaches zwischen Großer Wariner See und Neumühle unterwegs ist, wird dort Grenzsteine finden: Granit, etwa 20 mal 20 Zentimeter und mittig ein ca. vier Zentimeter-Loch. Das ist eine eher ungewöhnliche Form für einen Grenzstein. Hat es mit diesen Markierungen etwas Besonderes auf sich?

Nun spricht man in Warin nicht vom Tepnitzbach. Es ist der Schwedenbach und den Wald am Nordost-Ufer des Wariner Sees nennt man Schwedentannen.

Tatsächlich begann zwischenzeitlich etwa 1,5 Kilometer nördlich vom Wariner Kirchturm das Königreich Schweden. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, diesem Dauerstreit zwischen den Religionen und um die damit verbundene Macht, wurden Teile Norddeutschlands 1648 mit dem Westfälischen Frieden den Schweden übergeben. Hier in unserem Bereich betraf es Wismar bis zum waldreichen Gebiet um Neukloster. Letzteres war für den schwedischen Schiffbau wichtig.

Doch dann begann der Erfolgsstern der nordische Großmacht Schweden zu sinken. Von den verlustreichen Nordischen Kriegen und dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763) erholte sich Schweden nicht wirklich. Kriselnd musste Schweden sich, wie es heute Sanierungsfirmen nennen, auf das „Kerngeschäft“ konzentrieren.

 
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