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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. November 2017 | 05:14 Uhr

Brüel : Schwarzspechte vor den Füchsen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Bei der Waldolympiade am Roten See war die Klasse 4b aus Warin ganz knapp vor Sternberg und Brüel.

von
erstellt am 22.Mai.2015 | 16:55 Uhr

Knapper ging es nicht: Mit nur einem Punkt Vorsprung wurde die Klasse 4b aus der Wariner Grundschule „Fritz Reuter“ (105) Sieger der Waldolympiade am Roten See vor der 4b aus der Grundschule „Alexander Behm“ in Sternberg (104). Ihnen folgten die beiden vierten Klassen aus der Brüeler Grundschule. An dem Wettbewerb, in dem es um Wissen über den Wald geht, aber auch um Geschicklichkeit und etwas Sport, beteiligten sich alle sechs vierten Klassen aus Brüel, Sternberg und Warin. Das Forstamt Schlemmin, das die Waldolympiade schon seit acht Jahre in Bützow durchgeführt hat, war nun zum zweiten Mal Organisator hier in der Region.


An sechs Stationen um Punkte


„Das Forstamt ist wie leer gefegt“, sagt Sachbearbeiter Marcus Lange schmunzelnd. Die Mitarbeiter betreuen gemeinsam mit den Revierleitern die sechs Stationen, die die Kinder zu bewältigen haben, Lange die mit dem Holzstapel. Der ist innerhalb von zehn Minuten 25 Meter umzusetzen. Die Zeit reiche allemal, gibt er den Mädchen und Jungen mit auf den Weg. Wie sie das machen, bleibt ihnen selbst überlassen. Eine Variante wäre, Stück für Stück herüber zu tragen. Bei einer großen Schülerzahl wäre das eine Überlegung wert, doch für die meisten Klassen trifft das nicht zu. Alle entscheiden sich, eine Kette zu bilden und die auf Länge geschnittenen Hölzer von Hand zu Hand zu reichen.

Zuerst komme es darauf an, rücksichtsvoll vorzugehen, etwa wie ein Waldarbeiter, damit niemand ein Stück an den Kopf oder auf den Fuß bekommt. Und der Stapel soll möglichst gerade aufgeschichtet sein, eine glatte Seite haben und oben eben sein, lauten weitere Kriterien. Der Qualitzer Revierleiter Uwe Hildebrandt achtet genau darauf. Beim späteren Sieger, der Wariner 4b, stellt er fest, dass alles in Ordnung ist. Dafür gibt es 20 Punkte und ebenso viele Holzstücke in ein kleines Säckchen, das jede Klasse bekommen hat. Die Kinder freuen sich und zählen laut mit.

An der nächsten Station gilt es, anhand der Felle sowie der Abdrücke, Trittsiegel, wie der Fachmann sagt, die Tiere des Waldes zu erkennen. Dann geht es um fünf Baumarten. Dazu gibt es einen Text, der sie beschreibt, sowie kleine Baumscheiben und Blätter.

Sportlich wird es beim Dreierhopp. An der Seite ist markiert, wie weit die Waldtiere springen. Nach dem, wo die meisten einer Klasse aufkommen, wird die Punktzahl gut geschrieben. Und dann ist handwerkliches Geschick beim Kombinationsschnitt gefragt. Auf einer Seite wird eine Markierung in den Stamm gesägt, dieser gedreht und nun muss beim Sägen der Einschnitt gegenüber getroffen werden.

Eine neue Station heißt „Wälder der Erde“. In den Jahren werde immer mal gewechselt, erklärt Marcus Lange. Die Klasse hat die Aufgabe, ein Puzzle zusammenzutragen und aufzubauen, das die Welt darstellt. Bei den Bildern geht es um die drei Funktionen des Waldes, die Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktion, so Lange.

Der Tagessieger bekommt einen Pokal aus Holz. Das ist diesmal der Feldhase, das Tier des Jahres. Urkunden für die Teilnahme erhalten alle Schüler.

Jede Klasse ging mit einem Tiernamen an den Start: Buchfinken, Eichhörnchen, Füchse, Rothirsche, Waldmäuse und Schwarzspechte. Letztere, die 4b aus Warin, belegten in der Gesamtwertung den ersten Platz. Und der Zweite knapp dahinter, die 4b aus Sternberg, das
waren die Füchse.

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