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Dessin : Schwäne finden ihr Futter auf umgebrochenem Maisfeld

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Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Für den Ornithologen Dr. Lothar Daubner aus Klein Görnow ist diese Konzentration durchaus kein seltener Anblick.

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erstellt am 12.Jan.2014 | 17:17 Uhr

An die 50 Schwäne, auf drei Stellen verteilt, haben sich den umgebrochenen Maisschlag rechtsseitig der Straße von Dessin in Richtung Wamckow als ihr Futterrevier ausgesucht. Darunter auch einige 2013er-Jungtiere, erkennbar an ihrem dunkleren „Kleid“.

Für den Ornithologen Dr. Lothar Daubner aus Klein Görnow ist diese Konzentration durchaus kein seltener Anblick. Zumeist seien es die heimischen Höckerschwäne, die man zu dieser Jahreszeit auf bestimmten Äckern antreffe. „Manchmal sieht man aber auch nordische Gäste, die Singschwäne oder noch viel seltener Zwergschwäne. Letztere haben ihre Brutgebiete vor allem in Nordrussland, von Karelien bis hoch zur Wrangelinsel. Immer weniger davon kommen zu uns im Winter, dies lässt Rückschlüsse zu, dass die Art sehr stark bedroht ist.“

Lieblingsspeise der Schwäne seien Rapssaaten. „Die Bauern sehen sie denn auch sehr ungern auf ihren Äckern. Doch nur, wenn wirklich viele auf einem Haufen sind, richten Schwäne Schäden an“, versichert Dr. Daubner. Neben Rapssaat stehen die Riesen-Wasservögel aber auch auf Maisfelder. „Hier finden sie immer noch was, runtergefallene Kolben etwa“, so Dr. Daubner. Nach seinen Worten ist der „Nachwuchs ein bisschen ins Stocken geraten. Einer der großen Gründen sind hierfür die freigelassenen Nerze aus Nerzfarmen. Ob Blässhühner, Enten, Haubentaucher oder Schwäne, der Mink (Amerikanischer Nerz – d. Red.) ist der Todfeind des Wassergeflügels, räubert gezielt die Nester aus.“

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