Brüel : Schnuppertag für Sommerbiathlon

Seinen Spaß mit dem LaserPower hatte der zwölfjährige Johannes Spies, sekundiert von Thede von Brackel, Außendienstmitarbeiter der Jagd- und Sportwaffenfabrik J. G. Anschütz in Ulm. Er brachte das Nötige mit an den Roten See, damit Interessierte am Sommerbiathlon schnuppern konnten. Nach Johannes war Magnus Zerwer (10/l.) an der Reihe und traf genauso gut.  Fotos: Rüdiger Rump
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Seinen Spaß mit dem LaserPower hatte der zwölfjährige Johannes Spies, sekundiert von Thede von Brackel, Außendienstmitarbeiter der Jagd- und Sportwaffenfabrik J. G. Anschütz in Ulm. Er brachte das Nötige mit an den Roten See, damit Interessierte am Sommerbiathlon schnuppern konnten. Nach Johannes war Magnus Zerwer (10/l.) an der Reihe und traf genauso gut. Fotos: Rüdiger Rump

Am Roten See hatten vor allem Kinder ihren Spaß beim Schießen mit dem LaserPower. Dadurch wird vielleicht Nachwuchs für Schützenvereine gewonnen.

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24. August 2015, 20:31 Uhr

Das Gewehr ist recht leicht und lässt sich deshalb auch von Kindern freihändig stehend gut halten. Was am meisten gebraucht wird, ist eine ruhige Hand. Und dann ist es ganz einfach: Mit einem Finger- oder Daumendruck laden, den Kolben in die Schulter drücken und anlegen, das runde Ziel anvisieren – und Schuss. Kein Knall und Rückstoß in der Schulter, es klickt nur kaum hörbar – hier wird nicht mit Munition geschossen, sondern elektromagnetisch.

Mit dem LaserPower konnten Interessierte am Sonnabend am Roten See bei Brüel einen kleinen Eindruck vom Schießen beim Biathlon
bekommen. Blockhüttenwirt Jörg-Peter Krüger hatte Thede von Brackel, Außendienstmitarbeiter der Jagd- und Sportwaffenfabrik J. G. Anschütz in Ulm, für diesen Schnuppertag gewonnen. Vor allem Kinder machten von dem ungewöhnlichen Angebot reichlich Gebrauch. Wer mindestens sechs Jahre sei, dürfe mit dem LaserPower schießen. Sommerbiathlon war angesagt, doch der beschränkte sich diesmal noch auf das Schießen.


Profis trainieren damit, wenn kein Schnee liegt


„Mit dem LaserPower trainieren Biathlon-Profis, wenn kein Schnee liegt“, erklärt von Brackel. „Es wird aber auch zunehmend bei Biathlon-Events der unterschiedlichsten Art oder bei Veranstaltungen verwendet, weil es Spaß macht und ungefährlich ist.“ Die Profis würden damit aus 50 Meter Entfernung auf das runde Ziel, das einen Durchmesser von drei Zentimetern hat, schießen. „Auf zehn Meter wie hier am Roten See wird das Äußere von dem Kreis normalerweise abgeklebt und damit das Ziel so verkleinert, dass die Relation mit der Originalentfernung wieder in etwa überein stimmt“, erläutert der Fachmann. „Weil aber vorwiegend Kinder kommen, lassen wir den großen Kreis, damit es leichter ist. Sie sollen ihren Spaß haben und einen Erfolg sehen.“ Er möchte auf diese Weise, so von Brackel, Kinder an das Sportschießen heranführen. In Brüel und Sternberg gebe es aktive Schützenvereine, er wisse aber, dass diese vielerorts Nachwuchssorgen hätten und sich über neue Mitglieder aus jüngeren Jahrgängen freuen würden.


Brüeler Jungen treffen alle fünf Mal


Johannes Spies ist oft am Roten See, wie er sagt. Sein Vater Wolfgang arbeitet in der Blockhütte als Hausmeister. An diesem Tag ist der Zwölfjährige, der sonst am Wochenende oder in den Ferien gern mal bis Mittag schläft, extra früh aufgestanden, um das Schießen nicht zu verpassen. Nach einer Probeserie von fünf Schuss trifft er nun jedes Mal.

Magnus Zerwer mit seinen zehn Jahren steht ihm in nichts nach. Er habe schon mit Luftgewehr und -pistole geschossen, erzählt der Junge, unter anderm beim Schützenfest. Am kommenden Wochenende findet das wieder in Brüel statt, und da möchte er gern hingehen.

Beim „echten Sommerbiathlon“, so erklärt von Brackel, wird übrigens mit Luftgewehr geschossen. Das seien natürlich keine wie auf dem Rummelplatz, sondern Spezialanfertigungen der Firma Steyr mit einer Halterung für Patronen, die der Fernsehzuschauer so ähnlich von Biathlonübertragungen im Winter kennt. „Fürs nächste Jahr könnte ich mir hier durchaus einen richtigen Sommerbiathlon vorstellen. Als Laufstrecke einmal um den See, und für eine Strafrunde pro Fehlschuss würde sich auch der Platz finden“, meint der Fachmann für Sportwaffen. Und wer keinen Biathlon absolvieren möchte, könnte seinen Spaß wie diesmal mit dem LaserPower haben.

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