Neue SVZ-Serie „Mein Hobby“ : Schnitzen selbst beigebracht

Hans Warnke mit seinen neuesten Holzfiguren. Fotos: Roland Güttler (3)/privat
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Hans Warnke mit seinen neuesten Holzfiguren. Fotos: Roland Güttler (3)/privat

Holzfiguren sind die Leidenschaft des Sternbergers Hans Warnke / „Das kann ich auch“, sagte sich der heute 79-Jährige vor fast 20 Jahren.

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12. August 2015, 17:17 Uhr

„Das kann ich auch“, sagte sich der Sternberger Hans Warnke anlässlich einer Rundfahrt von Rerik bis zur Insel Poel. So fing es an mit seiner Holzschnitz-Leidenschaft. Damals zählte Warnke 60 Lenze, inzwischen sind es deren 79.

Vorbeikommende geraten immer wieder ins Staunen, was Hans Warnke in seinem Garten im Gebiet „Am Stein“, 100 Meter entfernt vom Sternberger See, so alles stehen hat an selbst geschnitzten Holzfiguren. Die große auf dem Bild unten rechts taufte ein Gast übrigens mal „Gustav Adolf“, in Anlehnung an den legendären schwedischen König. „Für den Lärchenholz-Gustaf habe ich zwei Tage gebraucht“, so Hans Warnke.

Dies sagte der Rentner, der ab dem Frühjahr faktisch täglich in seinem Garten anzutreffen ist, vor Jahresfrist gegenüber SVZ. Inzwischen haben die Holzfiguren längst wieder Zuwachs bekommen. In Frühjahr schnitzte Hans Warnke aus Lärchenholz zwei Eulen. „Die Piep ist aus einer Dachlatte“, erzählt er beiläufig.

Neben „Gustav Adolf“ hat der Sternberger u.a. auch „Charlie Chaplin“ im Holz verewigt samt unverkennbarem Chaplin-Hut. Zudem fertigt er kunstvolle Wanderstöcke mit metallener Spitze an. Es gibt scheinbar nichts, was Hans Warnke nicht aus einem Stück Holz hervorzaubert.

Wenn er wieder einmal solch ein Stück Lärchenstamm vorrätig hat, kommt „fürs Grobe die Kettensäge zum Einsatz. Und dann wird mit einem Messer geschnitzt.“ Für die neuesten Werke brauchte der Sternberger übrigens nur „eine gute Woche; 14 Tage für beide“. Angestrichen wird das Holzwerk abschließend mit Firnis, damit die Figuren in seinem Garten dann auch mehrere Jahre Wind und Wetter trotzen können.

Doch längst nicht alle kleinen Schnitzkunstwerke behält er. Einige hat Hans Warnke inzwischen auch verschenkt, andere stehen u.a. bei Fischer Rettig am Sternberger See oder bei Hauers „Pension Kiek Upn See“ in Groß Raden. Hier ist es übrigens ein Seemann.

Der angebrachte Meisenkasten (Foto oben links) indes ist kein Warnke-Unikat. „Den Kasten habe ich mal in einem Baumarkt gekauft“, so der 79-Jährige. Doch Hans Warnke wäre nicht er selbst, hätte er daran nichts geändert. Und so bekam das Meisenhäuschen seinen Pfeifenmann…


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