Wintereinbruch : Schneefrei nach der 6. Stunde

Auch an der KGS fuhren alle Schüler nach der 6. heimwärts. Anna aus Lenzen, Martha aus Woserin und Inga aus Dabel - alle vom Gymnasium - hatten da zwar regulär Schulschluss, machten sich aber Sorgen, ob durch den Schnee die Fahrt nach Hause länger dauern würde.
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Auch an der KGS fuhren alle Schüler nach der 6. heimwärts. Anna aus Lenzen, Martha aus Woserin und Inga aus Dabel - alle vom Gymnasium - hatten da zwar regulär Schulschluss, machten sich aber Sorgen, ob durch den Schnee die Fahrt nach Hause länger dauern würde.

Nahbus und VLP fuhren alle Schüler der Region spätestens 14 Uhr nach Hause. Verkehrsbehinderungen durch Bäume und Äste

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18. Januar 2018, 20:00 Uhr

Die Schüler aller Schulen in der Region konnten sich am Donnerstag über schneefrei freuen. Spätestens nach der sechsten Stunde wurden sie alle nach Hause geschickt, da der Schulbusverkehr für die Zeit danach nicht mehr gewährleistet war. „Aufgrund der aktuellen Wetterlage ist mit Verspätungen und Ausfällen im Linien- und Schülerverkehr zu rechnen. Alle Schulen sind angewiesen den Unterricht nach der 6. Stunde zu beenden, unsere Fahrzeuge werden je nach Straßenlage die Betriebshöfe verlassen, um die Schülerbeförderung in die Heimatorte zu realisieren“, meldete die Nahbus Nordwestmecklenburg GmbH bereits um 12 Uhr.

„Auch wir haben den Schulen in der Region Sternberg geraten, dass sie alle ihre Schüler bis 14 Uhr mitschicken sollen, da wir nicht gewährleisten können, dass die Busse um 16 Uhr noch mal fahren“, teilte Alexander Wendler, Disponent der Verkehrsbetriebe Ludwigslust-Parchim (VLP), auf Nachfrage der SVZ mit. „Ansonsten bemühen wir uns, den Linienbusverkehr so gut wie möglich aufrecht zu halten.“

Allerdings gab es schon ab Mittag massive Verspätungen auf der Linie 170 zwischen Sternberg und Schwerin, da es auf der A 14 zu einen Rückstau von der Abfahrt Schwerin Nord kam. Zwischen dort und Rampe konnte ein LKW die leichte Steigung nicht bewältigen.

„Wir telefonieren gerade mit allen Eltern, ob wir die Hortkinder schon um 14 Uhr mit dem Bus mitschicken sollen oder ob die Eltern sie später selbst abholen“, informierte der Hort der Sternberger Grundschule. „Da sind wir ganz schön am Rudern.“

„Bis jetzt haben wir immer eine Lösung in solchen Situationen gefunden, auch wenn wir die Eltern zunächst nicht erreicht haben“, sagte Margret Weihs vom Fachdienst Schulen und Kitas des Amtes Sternberger Seenlandschaft, das für den Hort der Sternberger Grundschule zuständig ist. „Übernachten musste noch kein Schüler bei uns.“

„Wir haben alle Eltern erreicht“, konnte die Grundschule Brüel vermelden.

Zum Teil hatten die Schulbusse jedoch erhebliche Verspätungen und brauchten für die Fahrten in die Heimatorte der Schüler doppelt so lange wie normalerweise, so beispielsweise die Linie 440 von Neukloster nach Passee.

Die Feuerwehren der Region wurden allein bis 15 Uhr zu vier Einsätzen gerufen, informierte Eckardt Meyer, der in der Verwaltung des Amtes SSL Zuständige. „Dabei ging es immer um Bäume oder Äste, die auf der Fahrbahn lagen“, so Meyer. Durch die Schneelast brachen vielerorts Äste ab und behinderten den Straßenverkehr. So kam um 14.49 Uhr ein Notruf, dass mehrere Äste auf die L 09 zwischen den Abfahrten Holzendorf und Wendorf zu fallen drohten. Um 11.26 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Brüel wegen eines über der B 104 liegenden Baumes gerufen. 12.59 Uhr ging ein Notruf ein wegen eines komplett auf der Fahrbahn liegenden Baumes in der Mustiner Straße Zum hohen Berg.

Verkehrsunfälle gab es glücklicherweise keine in der Sternberger Region. Nur auf dem Parkplatz bei Nutteln rutschte ein Pkw durch eine Rangieraktion auf die B 104. Auf der B192 zwischen Borkow und Dabel blieb am späten Nachmittag ein Lkw liegen. „Darüber kann ich noch nichts sagen, ich habe nur ein Auto“, sagte der diensthabende Polizeibeamte vom Revier in Sternberg, das auch für die Gegend um Crivitz zuständig ist. Dort gab es bis 16 Uhr vier Unfälle.

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