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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Dezember 2017 | 08:11 Uhr

Groß Raden : Schlittschuh laufen wie die Slawen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Im Archäologischen Freilichtmuseum in Groß Raden gibt es auch heute noch ein lehrreiches Ferienprogramm.

svz.de von
erstellt am 05.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Tiefe Ruhe liegt über der alten Slawensiedlung in Groß Raden. Dicke Flocken fallen vom Himmel. Eben ist ein etwa achtjähriger Junge vor die Tür des Haupthauses getreten und lässt sich von Erwachsenen ein Paar Schlittschuhe unterschnallen. Sie sind aus Rindsknochen gefertigt. Ein zweiter, kleinerer Junge zieht ein schlittenähnliches Gefährt hinter sich her; es ist aus stabilem Eichenholz gebaut. Und im Haus selbst sind Frauen, ein Mann und Kinder damit beschäftigt, Gegenstände herzustellen, die sie für das tägliche Leben brauchen. Da wird getöpfert, gefilzt, geflochten und geschnitzt.

So oder ähnlich könnte es vor etwa 1000 Jahren bei den Slawen zugegangen sein, die hier auf dem Areal ihre Wohnsiedlung aufgeschlagen hatten. Doch diejenigen, die man heute hier antrifft, sind Menschen der Gegenwart, die Kinder fröhliche Ferienkinder, die sich mit Sitten und Gebräuchen der Slawen vertraut machen wollen. Da sind Hanna Zander, 9, und Nele Moldt, 10, die aus Kurzen Trechow bei Bützow angereist sind. Papa Mirko Zander hat die Mädchen wieder einmal hierhergebracht. „Wir sind gerade dabei, aus ausgedienten Tannenbaumspitzen Quirle für die Küche zu schnitzen“, erzählen die beiden. Und man sieht, dass es ihnen schon recht flink von der Hand geht. Kein Wunder, denn „wir waren schon des Öfteren hier in den Ferien. Das macht einfach Spaß, und man lernt so manches Handwerk“, ist zu hören. Und diesmal hat sich Papa Mirko Zander dazugesetzt, nimmt ein Schnitzmesser in die Hand und versucht einen Löffel zu schnitzen. „Gar nicht so einfach“, gesteht er. Nele allerdings arbeitet am liebsten mit Ton. „Da kann man so schön kreativ sein“, meint sie. Und schon hat sie einen Tonklumpen in der Hand und formt ihn zu einem Gebrauchsgegenstand.

 
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