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FSJ in der Kita „Regenbogen“ in Warin : Sarah und Sascha finden Traumberuf

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Sarah macht derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Kita „Regenbogen“ in Warin. Sie gehört zu den jungen Leute in der Region, die so in einen Beruf reinschnuppern.

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erstellt am 21.Feb.2013 | 10:01 Uhr

Warin | "Guck mal, meine Püppi ist krank", "Schau mal, ein Auto" oder einfach nur "Sarah, Sarah!" - So tönt es im Krippenraum der Kindertagesstätte "Regenbogen" durcheinander. Drei, vier kleine Knirpse drängen sich um Sarah Ohm. Jeder will ihre Aufmerksamkeit. Doch die 19-Jährige lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

"Man muss auf die Kleinen einfühlsam eingehen können. Aber man muss auch mal Geschrei ausblenden können", sagt sie resolut. Wie man mit Stresssituationen umgeht, habe sie mittlerweile gelernt, erzählt sie lachend. Das sei eine Erfahrung, die sie bisher in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) gemacht habe.

Nach dem Abitur im letzten Sommer hat sich Sarah für ein FSJ entschieden. "Ich wusste noch nicht genau, was ich nach der Schule machen wollte", sagt sie. Eine Freundin habe ihr dann ein soziales Jahr empfohlen. "Bisher habe ich diese Entscheidung noch nicht einen Tag bereut", so Sarah.

Seit September fährt die 19-Jährige in der Woche jeden Morgen von ihrem Heimatort Langen Jarchow in die Kita nach Warin. Größtenteils arbeitet sie hier - gemeinsam mit zwei Erzieherinnen - in der roten Gruppe. Hier werden die Kleinsten im Alter von drei Monaten bis drei Jahren betreut. Von ihren Kolleginnen wird die dunkelhaarige Sarah geschätzt: "Im ganzen Tagesablauf ist sie uns eine große Hilfe", schwärmt Erzieherin Karin Janetzki.

Für Sarah, die ihre Zeit in der Kita genießt, steht bereits fest, dass sie auch später in einem sozialen Beruf arbeiten möchte. Nach dem Ende ihres FSJ im August, will sie sich zur Erzieherin ausbilden lassen. Wenn alles klappt, würde sie danach studieren: "Soziale Arbeit, oder mein größter Traum wäre es, Kinderpsychologin zu werden."

Neben Sarah macht auch Sascha Meyer (17) derzeit ein FSJ in Warin. Der Qualitzer arbeitet im Pflegeheim "Am Glammsee" auf einem der Wohnbereiche. "Der Kontakt mit den Menschen, die auf meine Hilfe angewiesen sind", gefalle ihm besonders an seiner täglichen Arbeit. "Ich helfe den Leuten beim Waschen, bei den Toilettengängen, mache Brote und reiche ihnen das Mittagessen", erzählt der 17-Jährige aus seinem Arbeitsalltag.

Auch für Sascha war die Entscheidung für ein FSJ die richtige. "Ich habe vorher schon mehrere Praktika im technischen Bereich gemacht", so der Qualitzer. In den Beruf des Kfz-Mechatronikers habe er bereits reingeschnuppert. Und auch was mit Computern gemacht. "Das war gut, aber nicht perfekt für mich", erzählt Sascha inbrünstig. Hier im pflegerischen Bereich fühle er sich wohl. Er erinnert sich gerne an ein Erlebnis zurück, dass ihm Bestätigung gibt: "Ein Demenzkranker, um den ich mich kümmere, konnte sich an meinen Namen erinnern", so Sascha. Der 17-Jährige möchte auch nach seinem FSJ als Altenpfleger arbeiten. "Ich will mich hier im Haus ausbilden lassen", sagt er. Dass ihm sein FSJ für seinen späteren Berufsweg helfen kann, glaubt er fest: "Das war eine gute Erfahrung für mein Leben."

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