Sternberg : Sanierungsfall Kirchturmuhr

Die Kirchturmuhr von 1889 steht im Sternberger Heimatmuseum.
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Die Kirchturmuhr von 1889 steht im Sternberger Heimatmuseum.

Temperaturschwankungen setzen ihr zu und Glockenaufhängung ist defekt

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14. April 2018, 16:00 Uhr

Witterung und Temperatur haben der Sternberger Kirchturmuhr schon immer zugesetzt. „Sie geht nie 100-Prozent richtig“, weiß auch Sternbergs Bürgermeister Armin Taubenheim. Jede Temperaturänderung und auch stürmisches Wetter haben Einfluss auf die Uhr, weil sich das Pendel verstellt. Bei Kälte geht es schneller, bei Hitze langsamer, so dass immer wieder nachgestellt werden muss.

Doch damit nicht genug. „Die Aufhängung der Glocken ist defekt“, sagt Taubenheim. Festgestellt worden sei das von einem Sachverständigen, der einmal im Jahr das Glockenwerk des Uhrschlags kontrolliere und bewerte. Aus Sicherheitsgründen sei deshalb die Abschaltung erfolgt. Es geht um die Glocken, die das Schlagwerk der Uhr bilden. Doch wer ist jetzt in der Verantwortung?

Die Uhr ist Eigentum der Stadt. Schon in den 1950er-Jahren wurde sie von der Stadt bewirtschaftet und in den 1970er- oder 1980er-Jahren durch eine neue ersetzt. „Der Rat der Stadt hatte damals beschlossen, in einer Leipziger Uhrenfirma ein neues Uhrwerk zu bestellen. Weil die Stadt den Auftrag vergeben und bezahlt hat, ging die Uhr in deren Besitz über“, hat der Bürgermeister recherchiert. Die Stadt stellt alljährlich Mittel für die Wartung in den Haushalt ein.

„Es gibt einen Kostenvoranschlag für die Glocken. Es geht um ein paar Tausend Euro“, sagt der Bürgermeister. Stadt und Kirchengemeinde suchen jetzt gemeinsam einen Weg, um die Glockenaufhängung reparieren zu können. „Wir hoffen, dass wir eine Kostenteilung und vielleicht Fördermittel bekommen.“ Wenn die Reparatur abgeschlossen ist, sei Ansinnen der Stadt, die Uhr wieder an die Kirche zu übertragen. Die Stadt wolle sich aber auch künftig an der Wartung beteiligen, solange es die Haushaltsmittel zulassen.

Die vormalige Uhr, gebaut 1889, gehört zum Fundus des Heimatmuseums und steht in dessen Garten.

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