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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. Oktober 2017 | 21:18 Uhr

Sternberg : Sanfte Klänge – lockere Gespräche

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Beim Neujahrsempfang in Sternberg gab es neben den offiziellen Reden auch zwanglose Unterhaltung.

von
erstellt am 20.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Sandra Sulkowski hat guten Blickkontakt zu den Musikerinnen an der Bühne. Diesmal nicht als Leiterin der „Schulhofspatzen“, dem Chor der Brüeler Grundschule, sondern als Mutter. Ihre Töchter Kim (16) und Kyra (13) begleiten den Neujahrsempfang im Hotel „Dreiwasser“ mit sanften Klängen. Die Musiklehrerin freut sich über diesen Auftritt in der Region.

In der zweiten Klasse haben beide mit Gitarre begonnen, zur fünften Klasse sind sie an das Schweriner Goethegymnasium gewechselt, eine Heimstatt für Musikbegabte. Hier spielen die Brüeler Mädchen Klavier, Gitarre am Konservatorium (Kim) bzw. bei Ataraxia (Kyra). Schade, bedauert Sandra Sulkowski, wenn der Brüeler Neujahrsempfang stattfindet, sind die musikalischen Töchter schon woanders unterwegs.


In Sternberg gegründet und hier bleibt der Sitz


Für einige Stücke haben die Mädchen die Besucher im Saal ganz für sich, dann spielen sie noch einiges als Hintergrund zu den zahlreichen Gesprächen, die in lockerer Runde ablaufen. Volker Schoen zum Beispiel gehört zu den Unternehmern unter den Gästen. Er ist mit Büro-Trend innerhalb von Sternberg umgezogen. Die kleine Firma habe jetzt etwas mehr Platz, „wir leben von ganz MV“, sagt er. Gerade werde ein Großauftrag für ein namhaftes Unternehmen in Schwerin abgearbeitet, zudem einer für ein neues zentrales Gebäude einer Hamburger Firma mit weitem Filialnetz bis MV. „Wir haben selbst noch eine größere Niederlassung in Schwerin-Süd, behalten aber unseren Sitz in Sternberg, wo der Betrieb gegründet wurde, und zahlen hier unsere Steuern.“, so Schoen. Er habe sechs, sieben fest Angestellte, je nach Auftragslage auch mal bis zu 15 Mitarbeiter.

Für Erstaunen hatte zuvor in ihrem Grußwort die Bundestagsabgeordnete Karin Strenz gesorgt. Der Topf sei voll wie selten, sagte sie mit Blick auf lange geforderte , wegen Geldmangels aber ständig hintenan gestellte Radwege entlang der Bundesstraßen 104 und 192. Nun wie ein Paukenschlag: Was beizeiten von Schwerin aus in Berlin eingereicht werde, komme auch durch. Bürgermeister, die über klamme Kassen ihrer Gemeinden klagen, und andere, die ständig vertröstet worden sind, rieben sich verwundert die Augen.

Die Moderation durch Bauer Korl gab dem ganzen Abend
einen frischen Dreh. Auch Bürgervorsteher Eckhardt Fichelmann fühlte sich angesprochen, dass er das für Sternberg sei wie der Bergdoktor im Fernsehen für ganz Deutschland. Manchmal wäre er auch gern der Bergdoktor, sagte Fichelmann, dann hätte er mehr Zeit für seine Patienten.

Das letzte Wort beim offiziellen Teil des Abends bekam eine Frau: Antje Zscherpe. Sie und ihr Lebensgefährte Jörg Broscheit haben das Hotel übernommen und wollen es nach einem Umbau Anfang Mai wieder eröffnen. Sie würden weiter gern an die Menschen in Brüel und Golchen denken, die sie gut aufgenommen hatten. Dank wolle sie auch, so Zscherpe, den Karnevalisten vom SCC aussprechen, die beim Umzug nach Sternberg geholfen hätten. Nun aber würden sie, Zscherpe und Broscheit, sich darauf freuen, mit allen Sternbergern das Haus mit neuem Leben zu erwecken.

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