Kobrow bei Sternberg : Saisonstart im Kobrower Kutschenmuseum

Für die letzte deutsche Kaiserin Auguste Viktoria gebaut und jetzt im Kobrower Kutschenmuseum zu sehen – ein Leib-Mylord, Baujahr 1908, aus Berlin-Charlottenburg .
Für die letzte deutsche Kaiserin Auguste Viktoria gebaut und jetzt im Kobrower Kutschenmuseum zu sehen – ein Leib-Mylord, Baujahr 1908, aus Berlin-Charlottenburg .

Die einzigartige Ausstellung steht ab 1. April wieder dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr offen. Zur gleichen Uhrzeit gibt es am Sonntag Führungen und ein buntes Programm bei freiem Eintritt.

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31. März 2017, 05:00 Uhr

Kein Aprilscherz: Das Mecklenburgische Kutschenmuseum in Kobrow II hat ab morgen,1. April, wieder für Besucher geöffnet – dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Der Start in die neue Saison wird wie im Vorjahr mit einem Tag der offenen Tür gleich darauf an diesem Sonntag, 2. April, zur gleichen Uhrzeit verbunden. Hier ist der Eintritt frei.

Ein buntes Programm mit Kutschfahrten und Ponyreiten, Hüpfburg und Kinderschminken sowie kulinarischen Angeboten begleitet den Tag. Es gibt Gulasch aus eigener Küche und selbstgebackenen Kuchen. Nachdem im Vorjahr mancher Besucher des Museumscafés wegen des
unerwartet großen Andrangs schon beizeiten leer ausging, habe sich das Team diesmal reichhaltiger gewappnet, sagt Gea van Burgsteden, Leiterin von Museum, Café und Shop.

Die im Norden einzigartige Ausstellung umfasst 191 Fahrzeuge, die überwiegend im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert gebaut wurden. Eine Vielzahl kleinerer Kostbarkeiten wie Laternen, Beschlagzeugtaschen, Kunstgeschirre und Reiseutensilien ergänzt die illustre Privatsammlung. Die 2015 auf 3220 Quadratmeter ausgebaute Ausstellungsfläche ist komplett belegt und lässt keine weiteren Ausstellungsstücke zu. Deren Restaurierung sei „bis auf eine Ausnahme“ abgeschlossen, sagt der langjährige Museumsbetreuer Norbert Schönborn. „Das ist ein in der französischen Schweiz gefertigter Tour de Lac, ein Spazierwagen, der später auch häufig als Taxi genutzt wurde. Er soll unrestauriert bleiben, um die damalige Herstellung im Original zu veranschaulichen, aber auch zu zeigen, wie so ein Wagen durch jahrelangen Gebrauch verschleißt.“ Ein Riss im Leder rühre von einem Crash her. Vom Original gebe es „vielleicht noch zehn Stück“, so Schönborn. Die Besonderheit: Die Sitzbank befinde sich längs in der Kutsche, mit der links um den See gefahren worden sei, damit alle auf das Wasser blicken konnten. Tour de Lac bedeute übersetzt Fahrt um den See. Museumsbetreuer Mathias Rittig werde bei Führungen unterhaltsam viel Wissenswertes vermitteln und Fragen beantworten.

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