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Sternberg : Runde Jubiläen, Minister und viele nette Gäste

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Wir geben einen Rückblick der anderen Art auf das heute zu Ende gehende Jahr im Sternberger Seenland.

svz.de von
erstellt am 30.Dez.2015 | 14:18 Uhr

Die Serie runder Jubiläen überall im Land nahm 2015 gar kein Ende. Natürlich konnte keines die 25 Jahre deutsche Einheit toppen. Doch unter all den anderen war Sternberg so was wie Vorreiter, denn hier ging es gleich zu Jahresbeginn damit los – eigentlich schon zwei Tage vorher. Denn am 30. Dezember 1989 kam zum ersten Mal ein voll besetzter Bus aus Lütjenburg, einer Stadt im Kreis Plön mit rund 5500 Einwohnern, nach Sternberg. Das war der Anfang einer Städtepartnerschaft, deren Beständigkeit und Herzlichkeit ihresgleichen suchen dürfte. Offiziell besiegelt wurde sie im Januar, so dass dieses silberne Jubiläum getrost 2015 zuzurechnen ist.

Sternberger und Lütjenburger treffen sich seitdem zu den unterschiedlichsten Anlässen. Beim diesjährigen Neujahrsempfang meinte Bürgermeister Dirk Sohn, beide Städte seien längst auf Augenhöhe. „Mindestens“, fügte er noch hinzu. Dass dies keine höfliche Floskel des Gastes war, zeigte sich wenig später, als er etwas neidvoll zur hübschen Sternberger Rosenkönigin Lisa Angeli schaute und ihr einen ebenso schönen Strauß überreichte, natürlich passend zum Titel. So eine Rosenkönigin hätte er in Lütjenburg auch gern, ließ Sohn wissen. Dort gibt es aber nicht so einen rührigen Verein wie Dialog + Action, der mit Verbundener Regionaler Schule und Gymnasium „David Franck“ jedes Jahr eine junge Dame aufspürt und beim Rosenfest krönt.


Bürgermeister hat so einige verblüfft


Die große Chance, vielleicht schon bald eine Rosenkönigin an der Seite zu haben, hat Dirk Sohn allerdings gerade vergeben. Er hätte sich als Nachfolger des Sternberger Bürgermeisters bewerben können. Reichlich Sympathien hat sich der Lütjenburger mit seiner zugänglichen wie freundlichen und bescheidenen Art hier erworben. Und der frei werdende Posten war überregional ausgeschrieben. Aber bei den vier Bewerbern war er nicht dabei. Und nun ist es zu spät, der Wahlausschuss hat getagt und zwei Kandidaten bestätigt. Die beiden anderen hatten die Unterlagen zu spät oder unvollständig eingereicht.

Gewählt wird im neuen Jahr am 21. Februar, genauso in den Gemeinden Langen Jarchow und Zahrensdorf, die bis heute noch eigenständig bestehen und ab 2016 gemeinsam Kloster Tempzin heißen. In Sternberg hört Jochen Quandt bekanntlich am 30. April im Rathaus auf. Den Termin hielt er lange geheim, nachdem er nach seiner erneuten Wiederwahl im Januar 2012 bis zum 31. Mai 2021 schon Nachfolger angelockt hatte, weil er nicht mit 70 noch Bürgermeister sein wolle.

Beim diesjährigen Karnevalsauftakt am 11.11. hatte Quandt mit einem Segel in der Hand froh gelaunt verkündet, sich am besten gleich aus dem Staub zu machen und auf Weltreise zu gehen. So richtig wollte ihm das keiner abnehmen. Die Narren vom Sternberger Carneval Club (SCC) hatte das Stadtoberhaupt schon vorher verblüfft, indem er deren Vereinsfahne, auf dem übrigens als Gründungsjahr 1980 steht, schwenkte und den Rathausschlüssel von ganz allein herausrückte. Die SCC-Oberen hatten sich wie immer eine List zurecht gelegt, die aber schnell für sich behalten. Die lässt sich bestimmt fürs nächste Mal recyceln. Wer weiß, wer dann die Macht im Rathaus hat und wie sich derjenige zu Beginn der fünften Jahreszeit den findigen Narren widersetzt.

Bevor Jochen Quandt mit seinen nun 65 Jahren vorzeitig abtritt, reihte er sich am 1. Juni bei den runden Jubiläen dieses Jahres ein. Mit dem Kindertag hatte das nichts zu tun. Dafür war es genau das Datum, an dem der Sternberger sein Amt als Bürgermeister antrat. Das 25 Jahre hauptamtlich auszuüben, dürfte weithin selten sein. Die freiwillige Feuerwehr wollte ihm aus dem Anlass das Treppensteigen ins Bürgermeisterzimmer mal ersparen und mittels Drehleiter auf den Balkon helfen, doch Quandt winkte ab. So viel Aufhebens um seine Person wollte er nicht. Aber das Feuerwehrauto wäre er gern gefahren, durfte es jedoch selbst als Dienstherr der Blauröcke nicht.


Verkehrsminister auf dem roten Sofa


Zu den silbernen Jubiläen von Unternehmen gehörte auch das von Gabriele Schumacher-Poschmann mit dem Mecklenburger Hof in Brüel. Den gab es schon lange, aber sie hat ihn von ihrem leiblichen Onkel Fritz übernommen und vor 25 Jahren wiedereröffnet. In den Fokus rückte die umtriebige Hotelchefin mit ihrem Wirtschaftsstammtisch, 2015 unter anderem mit Verkehrsminister Christian Pegel. Neben einer charmanten Frau auf dem roten Sofa, wer wird da nicht schwach. Doch die Gäste hatten ebenso ihre Freude.

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