Hohen Pritz : Ruhiges Einsatzjahr für die Blauröcke

Feuerwehrführer René  Pfalzgraf überreicht die Ehrennadel des Landes an Hannes Vorbau, Rüdiger Gerwin und Armin Schmaloske (v.l.)   für deren Einsatz während des Elbehochwassers.
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Feuerwehrführer René Pfalzgraf überreicht die Ehrennadel des Landes an Hannes Vorbau, Rüdiger Gerwin und Armin Schmaloske (v.l.) für deren Einsatz während des Elbehochwassers.

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20. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Ein recht ruhiges Jahr mit sechs Einsätzen verzeichneten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hohen Pritz, ließ Wehrführer René Pfalzgraf zur Jahreshauptversammlung verlauten. Der erste Einsatz war am 30. April, als die Kameraden zum Campingplatz Klein Pritz gerufen wurden, um ein Reh aus einer Wassergrube zu befreien. Hier räumten die Kameraden im Juni auch einen umgestürzten Baum weg. Die Herrentagsparty in Dabel wurde jäh durch einen Blitzeinschlag beendet. Ein Kamerad war mit dem T 4, dem Mannschaftswagen, vor Ort und half beim Transport von Verletzten ins Klinikum Schwerin.

Der größte Einsatz war der Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang im Juli Richtung Mestlin. Zu den Anfangs drei Kameraden vor Ort – mit der Dabeler Wehr – kamen weitere vier Hohen Pritzer hinzu. „Das Problem mit wenigen Kameraden am Einsatzort zu sein, kennen viele Feuerwehren. Umso lobenswerter ist es, wenn Kameraden dazukommen, um gemeinsam den Einsatz durchzuführen“, lobte Ordnungsamtsleiter Eckardt Meyer (Sternberg), der als Gast zugegen war.

Drei Kameraden aus den Reihen waren beim Elbehochwasser bei Heiddorf im Einsatz. Dafür überreichte Wehrführer Pfalzgraf den Kameraden Rüdiger Gerwin, Hannes Vorbau und Armin Schmaloske die Ehrennadel des Landes MV „Dank und Anerkennung Elbehochwasser 2013“. „Das war einmal etwas ganz anderes für uns. Wir haben Sandsäcke befüllt und sie an die Deiche gelegt. Es war recht warm. Aber wir waren dabei und halfen“, erzählte Armin Schmaloske. Der 17-Jährige ist erst seit einem Jahr bei der Hohen Pritzer Feuerwehr dabei. Auch für Gruppenführer Rüdiger Gerwin war es die erste Hochwasseraktion während seiner 33-jährigen Dienstzugehörigkeit bei den Blauröcken. „Wir haben Hand in Hand gearbeitet. Viele verschiedene Wehren waren vor Ort. Die Sandsäcke hatten unterschiedliche Gewichte, von zwei bis 50 Kilo war alles dabei. Mit ihnen haben wir die Deichsicherung vorgenommen“, so der 53-Jährige, der zwei Tage im Einsatz war.

„Die zwölf Jungen und sechs Mädchen der Jugendwehr haben ein Alter von sechs bis zwölf Jahren und leisteten 40 Dienstabende, davon 20 feuerwehrtechnisch und 20 sportlich“, so Jugendwart Tom Preller. Die Jugendlichen traten mit zwei Mannschaften zum Amtsfußballturnier in Sternberg an, schlugen in Kukuk das Zeltlager auf mit Nachtwanderung und Teilnahme am Schweriner Nachtlauf. Alle 18 Kinder waren dabei, so der Jugendwart stolz. Mit drei angetretenen Mannschaften zum Feuerwehrsportfest in Kukuk belegten die Hohen Pritzer die Plätze eins, vier und sechs.

Ebenfalls führten die Blauröcke Oster- und Oktoberfeuer sowie ein Sportfest durch. 108 Stunden Feuerwehrarbeit wurden geleistet, 19 Dienstabende veranstaltet. Alle zwei Wochen trafen sich die Kameraden zu Ausbildungen. „Wir führen technische Ausbildungen für unsere 13 aktiven Kameraden durch, für die Atemschutzträger, es gibt Fahrzeugkunde und wir stellen Szenarien da, an denen wir üben. Auch die Erste Hilfe wird immer wieder gezeigt“, so Pfalzgraf. Beim Amtswehrtreffen in Kukuk belegten die Hohen Pritzer den vierten Platz. Dadurch qualifizierten sie sich zum Kreiswehrtreffen im Juni in Demen. Hier belegten sie den 17. Platz. „Wir unterstützen als Förderverein der Feuerwehr hauptsächlich die Jugendarbeit und dabei den sportlichen Teil“, erzählte Jan Kessel, Vorsitzender des vor drei Jahren gegründeten Vereins.




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