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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. November 2017 | 06:46 Uhr

Rothen : Ruhepunkt zwischen Kunst und Gartenidylle

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Ausstellung „Sommerfrische. Malerei – Zeichnung – Skulptur“ von Reinhard Risch in Rothen ging nach zehn Tagen zu Ende.

svz.de von
erstellt am 10.Aug.2014 | 18:50 Uhr

Wer auf der kleinen Terrasse vor dem Atelier sitzt, sieht freies Land vor sich. Lediglich rechter Hand steht der Mais inzwischen so hoch, dass er den sonst schönen Blick zur Straße nach Zülow verdeckt. Der Künstler Reinhard Risch aus Potsdam hat hier ein zweites Domizil. Gestern ging seine Ausstellung „Sommerfrische. Malerei – Zeichnung – Skulptur“ zu Ende, die er zehn Tage lang geöffnet hatte. Erstmals so kompakt, gewissermaßen als Experiment, das er für gelungen hält. „Fürs erste Mal war es richtig gut. Das hatte ich nicht erwartet“, sagt der 58-Jährige. An „KunstOffen“ oder dem Tag der offenen Gärten hatte er sich bereits beteiligt. Nun galt für ihn das Motto, „wer kommt, der kommt“. Er wolle keinen Ladenbetrieb, sondern Besuchern einen Ruhepunkt bieten zwischen bildender Kunst und gestalteter Gartenidylle. Sie sollten verweilen, sich in aller Ruhe umschauen können. Wer möchte, blättere in bereit liegender Literatur zu Architektur oder Gartengestaltung und bekäme etwas zu trinken. Vor allem Radfahrer hätten bei ihm Halt gemacht. „Ihnen ging es wie mir; wenn ich losfahre, möchte ich Ziele haben, um was zu entdecken, ob die kleinen Genussdinge des Lebens oder einen Ort, wo ich gemütlich eine Tasse Kaffee trinken kann. Für mich ist das Kultur im weitesten Sinne“, erklärt der Potsdamer Künstler freundlich. Hier gäbe es einiges, in Rothen, das „ein ganz besonderes Dorf“ sei, wie in der Umgebung u. a. mit den Töpfereien.

Auswärtige würden das weite, offene Land schätzen, die Horizonte, meint Risch. Das inspiriere ihn beim Malen. Er abstrahiere oft, aber die Landschaft finde sich in sehr vielen Bildern wieder. Rotwein als Farbe sei sicher eine Besonderheit von ihm, aber nur ein Detail seiner Arbeit, das er so nicht weiter verfolge.

Der gebürtige Rostocker hat lange „hinter dem Rhein“ gelebt, bis es ihn nach Potsdam verschlug. Rothen sei den vierten Sommer sein Arbeitsort geworden. Am schönsten sei es aber im Winter, zwar einsam, doch dann schaffe er am meisten. Und den Ruhepunkt bei ihm zwischen Kunst und Gartenidylle gäbe es im nächsten Jahr wieder.

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