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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. August 2017 | 09:38 Uhr

Kuriosität : Rückwärts zur A 20-Baustelle

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Besonderes Schauspiel ist von der Straßenbrücke bei Rosenthal zu beobachten

„Fahrn, Fahrn, Fahrn auf der Autobahn“ – der Autobahnsong schlechthin der Düsseldorfer Gruppe „Kraftwerk“ aus dem Jahr 1974 ist auch vier Jahrzehnte später noch Kult. Dank der Baustelle an der A 20 hinterm Kreuz Wismar in Richtung Lübeck ist hier derzeit freilich an freies Fahren nicht zu denken. Noch bis zum 1. Juli wird auf einer Länge von acht Kilometern zwischen der Rosenthal-Brücke (Gemeinde Dorf Mecklenburg) und bis fast auf Höhe der Kreisstraße 21 das Asphaltband beiderseitig erneuert. Erst einmal ist die Fahrspur nach Lübeck bis voraussichtlich 22. Mai voll gesperrt.

Heute wurde die neue Binderschicht u.a. auf Höhe Rosenthalbrücke aufgetragen. Und dafür ist für die Baufahrzeuge Rückwärtsfahren angesagt, da sie an der Baustelle nicht wenden können.

Und so gab es ein besonderes Schauspiel von der Straßenbrücke bei Rosenthal zu sehen: Ein Kipper nach dem anderen fuhr über die für den normalen Verkehr gesperrte A20-Auffahrt Wismar Mitte, um dann rückwärts ca. zwei Kilometer zu fahren. Um sich schließlich in die Brummi-Baufahrzeug-Schlange zum Abladen des aus Wismar, Krassow und Lübeck kommenden neuen Asphalts einzureihen.

(Rückwärts)„Fahrn, Fahrn, Fahrn auf der Autobahn“ – der aktuelle A20-Hit…

 

Verkehrsexperten warnen vor Staus vor Pfingsten

Kurzurlauber müssen sich vor dem Pfingstwochenende auf lange Staus einstellen. Experten erwarten für Freitag den verkehrsreichsten Tag des Jahres. „Der Urlaubsverkehr kollidiert mit dem Berufsverkehr“, erklärte Verkehrsforscher Prof. Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg-Essen.

Betroffen sind vor allem Fern-Autobahnen in Richtung Süden oder zu den Ferienorten an Nord- und Ostsee. Wie das Verkehrsministerium in Schwerin mitteilte, sorgen neben dem hohen Verkehrsaufkommen auch Baustellen für zusätzliche Probleme.

 

So steht auf dem Rügenzubringer B96 zwischen der A20 und Stralsund auf vier Kilometern Länge je Fahrtrichtung nur jeweils eine Fahrspur zur Verfügung. Grund sind Bauarbeiten an der Straßenentwässerung. Die Arbeiten sollen nach Möglichkeit noch vor Beginn des Sommerreiseverkehrs Ende Juni abgeschlossen sein.

Baustellen gibt es zudem auf der Ostsee-Autobahn A20 westlich von Wismar und auf der A19, wo zwischen den Abfahrten Röbel und Malchow die Brücke am Petersdorfer See neu gebaut wird. Reisenden zwischen dem Großraum Berlin und der Küstenregion Wismar empfiehlt das Verkehrsministerium, über die A24 auf die A14 auszuweichen.

Aufgrund von Bauarbeiten an der Eisenbahnbrücke Anklam ist dort die B108 halbseitig gesperrt. Eine Umleitung zur Insel Usedom sei ausgeschildert. In Sellin auf Rügen kommt es wegen einer halbseitigen Sperrung der Ortsdurchfahrt ebenfalls zu Behinderungen.

Wer hoffe, Staus mit einem Navi umfahren zu können, liegt nach Ansicht des Verkehrsforschers Schreckenberg häufig falsch: „Insgesamt gibt es mehr Staus durch Navis, weil Staus jetzt auch auf Strecken entstehen, auf denen vorher nichts los war“, sagte er. „Es haben so viele Menschen Navis, da bringt die Umfahrung auch nichts mehr.“

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erstellt am 12.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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