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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

17. November 2017 | 22:30 Uhr

Sternberg : Rotmilan im Seenland gesucht

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der Landschaftspflegeverband Sternberger Endmoränengebiet bittet um Mithilfe. Wenn Vögel in den Wintermonaten gesichtet werden, sollten die Angaben per E-Mail übermittelt werden.

von
erstellt am 16.Jan.2015 | 17:46 Uhr

Der Rotmilan ist eigentlich ein Zugvogel. Die Mehrzahl der in Deutschland brütenden Gabelweihen zieht im September und Oktober in Richtung Iberische Halbinsel und Südfrankreich, wie führende Ornithologen bestätigen. Hans Diederichs und Marika Schuchardt vom Landschaftspflegeverband Sternberger Endmoränengebiet (LSE), die innerhalb des bundesweiten Projektes „Rotmilan – Land zum Leben“ die Population im Sternberger Seenland erfassen, haben auch später vereinzelt Rotmilane entdeckt, beispielsweise unweit der Geschäftsstelle in Kobrow II. Ein Rotmilan hat das gesamte Jahr den Ort überflogen und wird schon liebevoll „Hausmilan“ genannt.

Ein Grund dafür, dass Rotmilane bleiben, könnte die milde Witterung sein. Ornithologischen Aufzeichnungen zufolge lassen sich in den Jahren immer wieder mal spät ziehende und vielleicht überwinternde Rotmilane finden. Die Daten stützen sich jedoch auf nur wenige Zufallsbeobachtungen. Daher geht die Bitte des LSE an Hobbyornithologen und interessierte Bürger im Raum Sternberg, Brüel und Warin, jede Sichtung von Rotmilanen mit Ort, Datum, Uhrzeit, Verhalten und Anzahl der Tiere – wenn möglich – gern mit Foto per E-Mail Lse.stb@t-online.de mitzuteilen.

Dadurch erhoffen sich Diederichs und Schuchardt mehr Informationen zu dem Greifvogel, bis die ziehenden Rotmilane im Frühjahr zurückkehren. Es ist vorgesehen, diese Winterbeobachtung in den nächsten Jahren fortzuführen und so einen weiteren Aspekt für den Schutz des Rotmilans in die Arbeit einzubeziehen.

In der kommenden Woche beginnt die erneute Erfassung und Kartierung der Nester. Das Sternberger Seenland gehört zu den elf Regionen in sieben Bundesländern, in denen seit Dezember 2013 das Artenschutzprojekt läuft.

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