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"Roter See in Flammen" in Brüel : Rothäute entfachen Feuer auf dem Roten See

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Die Indianershow war der Höhepunkt von "Roter See in Flammen". Blockhüttenwirt Peter Krüger hatte sich auch in diesem Jahr wieder eine tolle Inszenierung ausgedacht, um den Roten See in Flammen aufgehen zu lassen.

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erstellt am 01.Okt.2012 | 10:35 Uhr

Brüel | Lautlos stechen die Indianer das Paddel in die Fluten des Roten Sees. Dunkelheit liegt über dem Gewässer. Es herrscht Stille. Nur die Fackeln, die in den drei Kajaks zu sehen sind, leuchten und zeigen den Weg an, den die Boote nehmen. Dann plötzlich entflammen mitten auf dem Roten See drei Feuer. Indianergeheul hallt ans Ufer. Die zahlreichen Besucher, die hier verharren, klatschen begeistert.

So verlief am Sonnabend der Höhepunkt der Veranstaltung "Roter See in Flammen". Blockhüttenwirt Peter Krüger hatte sich auch in diesem Jahr wieder eine tolle Inszenierung ausgedacht, um den Roten See in Flammen aufgehen zu lassen. Dazu hatte er "Indianer" Wolfgang Kring aus Neu Damerow und seinen Apachen- Dakota Stamm mit seiner Show eingeladen. Auf seinem Mecklenburger Warmblut Askan und der Trakehner- Araberstute Shahee zeigte Kring alias "Schwarzer Falke" am Sonnabend einmalige Stunts aus seinem Programm. So ritt er zum Beispiel stehend auf einem der Pferde, sprang mit einem der Tiere über Feuerbalken und saß auf einem laufenden Pferd auf. Auch mit Tomahawk und Messer zeigte der Indianer sein Können. Veranstalter Krüger ließ sich gefesselt vorführen, stellte sich an die Wand und blieb unerschrocken stehen als Schwarzer Falke seinen Körperumriss mit Messern auf der Holzwand "nachzeichnete".

Unterstützt wurde Wolfgang Kring von seiner Partnerin Ilona Hein. Sie stand ebenfalls an der Wand, legte sich unter die brennende Sprunghürde und hielt Gegenstände mit dem Mund fest, die der Indianer auf dem galoppierenden Pferd aufnahm. Zu einem Trommelreigen stellten sich die anderen Indianer des Stamms auf. "Wenn wir Zeit haben, leben wir wie das amerikanische Urvolk in Tipis", sagte Volker Arndt, einer von ihnen. Er hatte sich eine Kleidung und Bemalung verpasst, welche typisch für Cayenne-Dakota Indianer ist. Ein Irokese mit schwarzer Gesichtsbemalung und passender Haartracht stellte Raimon Jordt dar. Der Lutheraner war erstmals bei einer Show dabei. Eine Babypuppe hatte sich Conni Schladitz auf den Rücken gebunden und zeigte so, wie die Indianerfrauen ihre Kinder trugen. Sie fertigte sich die Tracht einer Wanage Winjan Indianerin selber an, wie alle anderen Mitglieder auch. Stefanie Hein zeigte einen Reifentanz mit Weidenringen. Sie stellte Tierfiguren im Tanz dar, wie Adler, Schlange und Büffel. "Henry wurde schon als Baby mit dem Indianervirus infiziert", erzählte Petra Krüger. Die Oma des 16-Jährigen hatte sich von ihrem Enkel anstecken lassen, in Indianerkleidung zu schlüpfen und das Lebern der Indianer in Shows darzustellen. Henry Krüger gehört mittlerweile schon seit elf Jahren zu den Damerower Indianern.

Für die Besucherkinder hob Schwarzer Falke als Höhepunkt der Show sieben von ihnen auf den Warmblüter Askan und zeigte damit, wie viele der kleinen Gäste auf ein Pferd passen können. Die achtjährige Hanna aus Wickendorf gefiel die Show. Sie war mit ihren Eltern und Nachbarn gekommen. "Wir genießen oft die Idylle am Roten See, wenn Feiertage sind. Nun wollten wir uns das Event mal ansehen", sagte Matthias Lange.

Stefanie Schmilewski war mit ihrer Familie und den Kindern Leon und Ina extra wegen der Indianershow aus Glasin gekommen. Seit Anbeginn besuchen Manfred David und Angret Bründel das Event "Roter See in Flammen". "Wir sind begeistert, was sich der Wirt alles einfallen lässt. Die Gegend um den Roten See kenne ich noch früher von der GST-Ausbildung und sehe, wie positiv sich hier alles verändert hat. Ich kenne Niemanden in der Umgegend, der solche tollen Ideen hat wie Peter Krüger und damit Leute anzieht. Es bleibt nur zu hoffen, dass er Unterstützung von der Gemeinde bekommt, die er ja weithin bekannt macht, mit seinen Aktionen", resümierte der Wismarer über die Veranstaltung.

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