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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 01:13 Uhr

Brüel/Kaarz/Bützow : Ritterschlag für Schnauferlrallye

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Mit knatternden Motoren rollten Oldtimer der siebten Schnauferlrallye am Sonnabend durch die Region. An der Ausfahrt nahmen 17 Autos und 47 Motorräder bis Baujahr 1945 teil.

von
erstellt am 31.Mai.2015 | 21:00 Uhr

Für Michael Przibilski, der mit Sebastian Möbius die Mecklenburger Schnauferlrallye organisiert, war es wie „ein Ritterschlag von der Queen“. Der Hamburger Claus Mirbach, der von sich sagt, 1957 der erste Oldtimer-Händler in Deutschland gewesen zu sein, war begeistert. „Es ist eine normale, unheimlich schöne Veranstaltung. Dass wirklich nur Fahrzeuge bis Baujahr 1945 dabei sind, macht sie zu einer Rallye von Enthusiasten.“ Woanders seien häufig auch jüngere Baujahre zugelassen, damit die Teilnehmerzahl steige.

Mirbach beteiligte sich zum ersten Mal. Ehefrau Britta findet es „ungewöhnlich, aber klasse“, dass hier Autos und Motorräder gemeinsam fahren und „aufeinander so viel Rücksicht nehmen“. Einig sind sich die beiden Hamburger aber auch, dass die Landschaft, durch die die Rallye führt, zu dem Erlebnis beiträgt. Für Brian Palasis aus Grundshagen bei Klütz, der schon mehrfach mit seinem Morris 8 von 1937 teilnahm, ist die Brüeler Schnauferlrallye, die nun zum siebenten Mal stattfand und diesmal von Schloss Kaarz startete, so was wie eine „Pflichtveranstaltung“, eben weil nur die alten Baujahre vertreten sind und die Landschaft einfach schön ist. 17 Autos und 47 Motorräder machten diesmal die Ausfahrt mit. Neun seien vorher liegen geblieben, schon bei der Anreise oder bei der Probefahrt, erzählt Przibilski, der beim Ablauf der Rallye eine Reihe von Helfern um sich weiß und auch des Lobes voll ist, wie die Polizei in Bützow die Organisatoren unterstützt hat. Nur einen Ausfall habe es unterwegs gegeben, „aber nicht schwer wiegend“. Zwei Berliner Motorradfahrer stellten sich kurzerhand an
einer Bushaltestelle in Brüel unter, als ein Regenguss über die Stadt zog.

Ein zusätzliches Problem für die Organisatoren entstand durch die Sperrung des Blankenberger Bahnübergangs. Deshalb wurden die Fahrzeuge beim Start nicht wie sonst vorgestellt. Dabei hätte sich der Abstand zwischen ihnen vergrößert. „Wir wollten zusammen bleiben, gerade wegen der Fahrt durch den Wald, wo die Asphaltstraße schmal ist. Das hat super geklappt. Gefreut haben wir uns auch über die Menschen an den Straßen. Viele haben schnell ihren Fotoapparat
gezückt“, so Przibilski.

Er hat übrigens angekündigt, weitere 20 Jahre solche Ausfahrten zu veranstalten. Vor zwei Jahrzehnten, exakt am 28. Mai 1995, habe er die erste Oldtimerrallye organisiert. „Bei der Vorbereitung sind wir ein Zwei-Mann-Team. Wenn dann alles gut gelaufen ist, sind wir froh und sagen, dass wir das im nächsten Jahr wieder machen“, so Przibilski.

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