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Schauspieler Herbert Köfer : Rentnerleben genau so vorgestellt

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Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Herbert Köfer kommt am 21. Oktober nach Sternberg – heute beantwortet er unsere 20 Fragen zum Wochenende.

von
erstellt am 16.Sep.2017 | 16:00 Uhr

Er ist ein Urgestein auf der Theaterbühne sowie in Film und Fernsehen: Herbert Köfer. Er hat ungezählte Rollen ganz unterschiedlicher Art gespielt und beim Kabarett auch seine komödiantische Ader bewiesen. Und er steht auch mit 96 Jahren auf der Bühne. Seit Januar gibt er Gastspiele mit der Komödie „Ein gesegnetes Alter“ – am Sonnabend, 21. Oktober, um 16 Uhr in Sternberg im Hotel „Dreiwasser“. Es ist eine schwarze Komödie, in die die Außenwelt, wie für ältere Menschen alltäglich, durch Telefonate einbezogen ist, mit der perfekten Rolle für Hauptdarsteller Herbert Köfer. Zudem wirken mit Heidemarie Wenzel, Uwe Karpa, Heike Köfer und Anja Thiemann. Regie führt Klaus Gendries. Inszeniert wurde das Stück von Köfers Komödiantenbühne.

Mit Blick auf die Aufführung in Sternberg stellte Redakteur Rüdiger Rump Herbert Köfer unsere 20 Fragen zum Wochenende – hier und da ein wenig abgewandelt.

Wissen Sie, wo Sternberg liegt, oder müssen Sie sich ganz auf das Navi des Fahrers verlassen?
Herbert Köfer: Da ich sehr oft Richtung Norden unterwegs bin, weiß ich natürlich, wo Sternberg zu finden ist.

Was reizt Sie, seit Jahren auf der Bühne zu stehen?
Das Publikum.

Können Sie aus Ihrer langen Laufbahn als Schauspieler eine Lieblingsrolle nennen?
Nein, da gibt es zu viele.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Auf irgendeiner Bühne des Landes.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit meinem Beruf als Schauspieler.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Für die Zimmermiete bei meinem ersten Theaterengagement.

Was würden Sie gerne können?
Mein Handy begreifen.

Was stört Sie an anderen?
Zum Beispiel Gleichgültigkeit.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Gerade eben – als ich feststellte, dass ich schon zwei Stunden darüber nachdenke, worüber ich zuletzt herzlich gelacht habe.

Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?
Meinen Hunden wieder zu viele Leckerlies gegeben.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Unser Nachbar, der im Gegensatz zu mir ein handwerkliches Genie ist.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Bernd Philipp „Wie bleibe ich dick ohne zu hungern“.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
„Bares für Rares“

Wo trifft man Sie eher: bei der Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Beim Fußball.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Ulrich Matthes – einer der bedeutendsten deutschen Schauspieler.

Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Pasta in allen Variationen – also italienisch.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Mit einem Lied, gesungen von meiner Frau Heike anlässlich meines 80. Geburtstags mit dem Titel „Wie schön mit Dir zu leben“.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
An eine sehr schöne Bleistiftskizze von Armin Müller-Stahl. Von ihm während unserer gemeinsamen Dreharbeiten zu „Wolf unter Wölfen“ gezeichnet.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Meinen 100. Geburtstag zu feiern.

Haben Sie sich Ihr Leben als Rentner so vorgestellt, wie es ist?
Genau so – denn „Rentner haben niemals Zeit“.

Zur Person: Herbert Köfer

• Geboren im Februar 1921  in Berlin-Prenzlauer Berg
•  Kaufmännische Lehre bei der Lokomotivfabrik Orenstein & Koppel in Berlin-Spandau
• Studium an der Schauspielschule des Deutschen Theaters
• 1940/41 erstes Engagement am Stadttheater in Brieg •1941–1945 zur deutschen Wehrmacht eingezogen
• 1945–1947  Neues Berliner Künstlertheater, 1947/48  Gastspiel an der Volksbühne, 1949 Kabarett Kleine Bühne, 1950 bis 1952  Deutsches Theater, 1956 bis 1959  Kabarett „Die Distel“, 1964 Mitglied des Kleinmachnower Kreises, ein Zimmertheater
• 21. Dezember 1952  erster Sprecher der Nachrichtensendung „Aktuelle Kamera“, dann Kabarettist sowie Schauspieler in Komödien und Schwänken, u. a.  20-teilige Fernsehserie „Rentner haben niemals Zeit“, auch ernste Rollen wie in „Nackt unter Wölfen“ oder „Wolf unter Wölfen“
• Conférencier in der Unterhaltungssendung „Da lacht der Bär“ und Moderator der Sendung „Treffpunkt Kino“
• Hörspiele, Features, Unterhaltungssendungen im Rundfunk
• 31. Dezember 1991 in letzter Sendung des Deutschen Fernsehfunks
• Nach der Wende Gastrollen und größere Episodenrollen in Fernsehsendungen
• 2003 Gründung von  Köfers Komödiantenbühne •   Ab  26. August 2011 Theaterfassung der DDR-Vorabendserie „Rentner haben niemals Zeit“ an der Comödie Dresden
• Seit Januar 2017 Gastspiele mit der Komödie „Ein gesegnetes Alter“ von Curth Flatow
• Herbert Köfer lebt am Seddiner See,  seit  2000 dritte Ehe mit langjähriger Lebensgefährtin Heike, Sohn Andreas und Pflegetochter Gabriele aus erster Ehe, Tochter Mirjam aus zweiter Ehe und  ebenfalls  Schauspielerin
 

(Quelle: Wkipedia)

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