Rekord: 189 Starter für die Schule

Der Sponsorenlauf, bei dem so viele Starter wie noch nie die Runden drehten, begann bei herrlichem Wetter. Leider setzte wenig später Regen ein. Michael Beitien
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Der Sponsorenlauf, bei dem so viele Starter wie noch nie die Runden drehten, begann bei herrlichem Wetter. Leider setzte wenig später Regen ein. Michael Beitien

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24. September 2012, 09:45 Uhr

Sternberg | 189 Teilnehmer und damit so viele wie noch nie gingen am Sonnabend beim 12. Sponsorenlauf von Regionaler Schule und Gymnasium in Sternberg an den Start. Davon versuchten 185 Läufer in zwei Stunden so viele Runden wie möglich im Stadion am See zu drehen, während vier Schwimmer im See ihre Bahnen zogen. Läufer und Schwimmer, die im Vorfeld mit rund 300 Sponsoren Vereinbarungen geschlossen hatten, gewannen so Geld für den Schulföderverein, das wiederum für die Schule eingesetzt wird.

Sie mache gern Sport, erzählt die zehnjährige Sophie. Zusammen mit ihrer Schwester Luise und ihren Eltern Katrin und Heiko Fels gehörte sie zum Stamm, die jedes Jahr beim Sponsorenlauf in Sternberg dabei sind. Im Vorjahr erlief und spendierte allein Familie Fels 170 Euro.

"Man muss unterstützen", meinte Frank Zerwe. Sein Sohn Magnus (7) geht noch in Brüel in die Grundschule, Sohn Enrik (14) ins Sternberger Gymnasium. Auch in Brüel sei er beim Sponsorenlauf der Schulen gestartet, so der Vater. In Sternberg lief er am Sonnabend mit beiden Söhnen.

Die Sternberger Laufgala zog traditionell auch viele ehemalige Lehrer an. So gingen die früheren Sportlehrerinnen Regina Karl (64) und Erika Knorr (73) traditionell mit zwei Schülern - Peter Albrecht und Melanie Bukow - beim Schwimmen an den Start. Obgleich das Wasser gerade 15 Grad hatte. Man müsse aufhören, wenn man friert, so Erika Knorr, die auch als Eisbaderin bekannt ist. Die beiden Frauen haben vorher eine feste Spende zugesagt, egal wie viel sie an diesem kühlen Tag schwimmen."Wir machen es für die Schule", erklärte Knorr. 43 Jahre war sie hier Lehrerin.

"Eigentlich bin ich immer dabei", sagte Jürgen Klabunde, bis vor vier Jahren noch Schulleiter am Gymnasium und heute Pensionär. Er stand in der Reihe der Rundenzähler, von denen jeder fünf Läufer genau im Blick hatte.

Klabunde ist nach wie vor Mitglied im Schulförderverein und erinnert darin, dass deren langjährige Vorsitzende Marion Esche die Tradition der Sponsorenläufe einst nach Mecklenburg gebracht hat.

Stimmt, sagt Esche, die Sternberger waren die ersten, andere sind nachgezogen. Als Ideengeber bringt sie aber noch einen anderen Namen ins Gespräch: Kirsten Lüders, seinerzeit Französisch-Lehrerin in Sternberg. Sie hatte in einem anderen Ort einen Sponsorenlauf erlebt, bei dem allerdings mit dem Start allein, nicht mit der Rundenzahl, die Spende festgelegt wurde. Die Sternberger entwickelten die Idee, die mittlerweile an vielen Schulen umgesetzt wird, weiter. Kirsten Lüders, die heute in Nordfriesland wohnt, ist ebenfalls noch Mitglied im Sternberger Verein.

Auch Eltern, deren Kinder die Schule längst verlassen haben, engagieren sich im 86 Mitglieder starken Verein. Dazu gehören z. B. Marion Esche, seit der Gründung im Jahr 1997 die Vorsitzende, und ihr Mann Klaus. Jetzt stehe aber ein Generationswechsel an, so die Vorsitzende.

Der Sponsorenlauf, bei dem in Spitzenzeiten bis zu 4000 Euro zusammen kamen, ist die Haupteinnahmequelle des Vereins. Und damit Quelle, um verschiedenste Aktivitäten an der Schule zu unterstützen. Mit den Geldern wurde u.a. schon ein Drachenboot gekauft und ein Basketballplatz geschaffen.

Entscheidend für den Erfolg des Laufes sind auch die vielen Organisatoren am Rande. Rund 50 Helfer waren es am Sonnabend. Dazu zählten u.a. die Mütter Anja Nietschke und Claudia Cieslak, die sich um die Verpflegung kümmerten.

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