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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

16. Dezember 2017 | 15:54 Uhr

Reiner Apfelsaft mit der alten Küchenmaschine

vom

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erstellt am 27.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Warin | Peter Auert sammelt leidenschaftlich alte Kameras, besitzt auch manches seltene Stück. Noch nicht so lange trägt er Äxte verschiedenster Kaliber zusammen. Andere Geräte, die in die Jahre gekommen sind, hat der Wariner hingegen nicht zum Sammeln und Anschauen, jedoch nicht minder seine Freude daran. Der Fruchtentsafter auf der Küchenmaschine KM 7 von Komet kommt jetzt regelmäßig zum Einsatz. "Ich mache jede Woche einmal Apfelsaft, Direktsaft pur, von einem Apfel etwa ein halbes Glas voll", sagt Auert, in Nordhausen geboren und 1979 über Mankmoos nach Warin gelangt. Seine Frau Roswitha war hier bis zu ihrem Ruhestand 36 Jahre lang Stadtbibliothekarin.

Aus welchem Jahr genau die KM 7 stammt, weiß der 68-Jährige nicht, doch einige Jahrzehnte alt müsse sie sein. Bis auf den Schalter funktioniere alles, "gute DDR-Produktion", meint Auert und schiebt lachend den Stecker in die Dose. So umgeht er den defekten Schalter, das Gerät setzt sich surrend in Betrieb. An einen neuen Fruchtentsafter hätten sie schon gedacht, aber nichts vergleich bares gefunden. Oder bei guter Qualität sei der zu teuer. "Für das bisschen Saft" im Herbst tauge das alte Gerät allemal.

Die "Foron"-Waschmaschine haben Auerts seit den 1970er-Jahren. "Die ist topp in Ordnung. Wie das Metall innen noch glänzt", staunt Peter Auert selbst. Eine Tischschleuder gehört noch dazu. "Das ist die neuere Ausführung mit rundem Auslauf. Der vorher war eckig. Hier lässt sich der Schlauch besser draufstecken", erklärt der Wariner. Er nehme beides noch für seine "Schlosserklamotten oder andere alte Sachen", vor allem im Sommer. Ein alter Pfeifkessel ist dagegen unbenutzt. Er könne sich allerdings nicht davon trennen. Ebenso sei das bei den Smalcalda-Standbohrmaschinen. Die von Mitte der 1980er mit zwei Gängen und Schlagwerk sieht super gepflegt aus. Mit einem Hebel lässt sich die Bohrmaschine hoch und runter bewegen. Bei der etwa 20 Jahre älteren Multimax mit nur einem Gang, ebenfalls aus Sebnitz, ist der Bohrtisch in der Höhe verstellbar. Seine Frau sei zwar wenig begeistert, dass er alles aufhebe, räumt Auert ein, doch sie erdulde es stillschweigend.

Vom seltsamen Toaster kennt der Wariner weder Fabrikat noch Baujahr. Er habe den Mitte/Ende der 1950er-Jahre von einer Tante bekommen. Ein Nachbar habe gemeint, das sei ein Westprodukt, doch das glaube er nicht so recht. Jedenfalls nimmt diese Rarität vier Toastscheiben auf, die sich um die Heizspiralen drehen. Aufpassen müsse er, denn eine Abschaltautomatik habe das Ding nicht. Bei Besuch komme es als Attraktion auf den Tisch und sorge mit für genügend Nachschub beim Frühstück.

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