zur Navigation springen
Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. November 2017 | 22:54 Uhr

Brüel : Regionalschule auf Namenssuche

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Neuer Name soll die bunte Vielfalt der Brüeler Schule am Vogelstangenberg widerspiegeln / „Tag der offenen Tür“

Die Brüeler Regionalschule sucht einen neuen Namen. Das gab Christine Schuhmann, Schulleiterin seit 1983, am vergangenen Samstagvormittag bei der Eröffnungszeremonie zum „Tag der offenen Tür“ bekannt. Einst war der inzwischen durchgreifend sanierte Bau aus DDR-Zeiten am Vogelstangenberg nach Ernst Thälmann benannt: Vorsitzender der KPD von 1925 bis 1933, dann von den Nazis verhaftet und 1944 unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen. Mit der Wende wurde die Namensbezeichnung der Regionalschule geschleift. Die Vorschläge für einen neuen Namen wurden öffentlich auf einer Papiertafel gesammelt. Die Entscheidung soll laut Christine Schumann durch die Schulkonferenz gefällt werden. Vertreter des Schulträgers und Stadtparlamentarier kündigten an, dabei mitreden zu wollen.

Am Freitag zuvor waren für Grundschüler die Angebote der Regionalschule Brüel im Rahmen eines Schnuppertags vorgestellt worden. Der nachfolgende „Tag der offenenTür“ dient traditionell dazu, den Eltern die Entsendung ihrer Sprösslinge an die Regionalschule schmackhaft zu machen und sie über den schulischen Werdegang zu informieren.

Auf ausdrücklichen Wunsch der Regionalschüler, so Christine Schuhmann, wurden dazu dieses Mal die schulischen Arbeitsgemeinschaften präsentiert. Zwölf sind es, die von Lehrkräften, aber auch Eltern oder Firmenvertretern angeboten werden. Diana Knoll, Inhaberin eines Fitness-Studios in Sternberg, leitet beispielsweise die Zumba-AG. Mit viel Elan begeistert sie dabei die Schüler für rhythmische Bewegung. Kathrin Spalkhaver bietet einen kreativen Töpferkurs an, Christine Beneke eine Russisch-AG als Vorbereitung auf das Wahlpflichtfach. Rita Klumer bringt den Regionalschülern das Thema „Bienen“ nahe, woraus inzwischen sogar eine Schülerfirma erwachsen ist. Trommeln, Theater spielen, Kunst, Fußball, der Wahlpflichtkurs Häkeln und Stricken, Maisanbau, Line-Dance (Elke Gahr), der schuleigene Internet-Auftritt, Werkstoffbearbeitung und eine Wunsch-AG runden die Vielfalt ab. Schulsozialarbeiterin Martina Herrmann geht dabei auf aktuelle Anregungen aus Schülerkreisen ein. Die Kunst-AG lud beim „Tag der offenen Tür“ zum Mitmachen beim Thema „Begegnung“ ein. Harmonisch, kontrovers, zerstörerisch – sämtliche Möglichkeiten wurden in fantasievolle Objekte umgesetzt. Die Maisbauer haben dank der Unterstützung des Brüeler Agrarhofs ein eigenes Testfeld. Dort können sie Mais säen und einen Teil davon ohne jegliche Düngemittel oder Unkraut- und Schädlingsvertilger aufwachsen lassen. „Bei den Projekten können unsere Schüler ihre Lehrer einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen“, lobte Christine Schuhmann die Arbeitsgemeinschaften. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen