warin : Radikaler Schnitt wirft Fragen auf

Im Wariner Schulgarten wurden die Weiden geschnitten.
Im Wariner Schulgarten wurden die Weiden geschnitten.

Leser verwundert über Aktion im Wariner Schulgarten / Schulleiterin: Weiden wurden nicht gefällt, sondern geköpft.

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12. März 2015, 23:47 Uhr

Über das, was im Wariner Schulgarten passiert sei, wundere er sich schon, sagt unser Leser Wolfgang Dietrich. Er sei einige Tage nicht in seinem Garten gewesen und jetzt doch sehr überrascht davon, dass im daneben liegenden Schulgarten alle Weiden gefällt wurden. „Dabei waren sie voll mit Kätzchen. Vielleicht hätte man über die Aktion auch mit den Gartennachbarn sprechen sollen“, so Wolfgang Dietrich.

„Die Weiden im Schulgarten wurden geköpft“, sagt Schulleiterin Dagmar Arndt auf SVZ-Nachfrage. Das sei bis zum 28. Februar möglich gewesen und diesen Termin habe die Schule eingehalten.

„Wir wollen eine Naturparkschule werden und der Schulgarten wird ein grünes Klassenzimmer“, sagt sie. Für dieses Projekt arbeite die Grundschule eng mit den Rangern des Naturparks Sternberger Seenland, der Stadt, Rita Klammer aus Brüel und dem Schulförderverein zusammen. Gestern Nachmittag habe es eine Begehung im Schulgarten gegeben. Am Sonnabend, dem 21. März, wollen Schule und Schulverein dann mit einigen Eltern eine erste Aufräumaktion durchführen, kündigt sie an.

„Die Weiden zu köpfen, war eine Entscheidung schweren Herzens, die naturbewusste Menschen getroffen haben, die Baumbeauftragte des BUND und die Naturparkverwaltung“, erklärt Rita Klammer, zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin. Sie betreut an der Wariner Grundschule eine Arbeitsgemeinschaft „Naturerlebnis“. Um in diesem Jahr in dem Garten noch aktiv werden zu können, sei die Entscheidung aber erforderlich gewesen. Die abgeschnittenen Weiden würden nicht geschreddert werden, sondern zerkleinert im Garten verbleiben. Der Saft reiche aus, dass die Weidenkätzchen den Bienen Nahrung geben könnten. „Im Frühjahr haben die Bienen eigentlich genug Nahrung. Nach der Obst- und Rapsblüte kommt ein Loch. Den Bienen geht es schlecht, weil sie im Sommer keine Nahrung haben“, erklärt sie.

Der Wariner Schulgarten könnte als Naturerlebnisgarten ein Beispiel dafür werden, wie es über eine ganze Vegetationsperiode gelinge, dass es in ihm blüht.  
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