Warin : Quartiere, Angelkarten, Fahrräder

Ab heute öffnen Brigitte Rienas und Olaf Dettmann (r.) das Büro des Wariner Fremdenverkehrsvereins am Markt von Montag bis Sonnabend, auch sehr zur Freude des Vereinsvorsitzenden Hans-Jürgen Cayé.
Ab heute öffnen Brigitte Rienas und Olaf Dettmann (r.) das Büro des Wariner Fremdenverkehrsvereins am Markt von Montag bis Sonnabend, auch sehr zur Freude des Vereinsvorsitzenden Hans-Jürgen Cayé.

Die Tendenz ist steigend bei Anfragen im Wariner Fremdenverkehrsbüro. Ab heute gelten wieder die Sommerzeiten – Montag bis Sonnabend ist geöffnet.

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01. April 2017, 10:00 Uhr

Der Fremdenverkehrsverein hat sein Informationsbüro am Markt wieder zu zweit besetzt. Damit gelten ab heute bis Oktober die Sommeröffnungszeiten. Brigitte Rienas und Olaf Dettmann stehen Urlaubern und Einheimischen für Fragen rund um den Tourismus in der Stadt und darüber hinaus zur Verfügung. Geöffnet ist nun Montag bis Freitag von 9.30 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, Sonnabend von 9.30 Uhr bis 12 Uhr.

Das zurück liegende Jahr hat bei Anfragen einen weiteren Anstieg gebracht, bilanzierte der Vorsitzende Hans-Jürgen Cayé auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Vereins, der gegenwärtig 32 aktive und sieben fördernde Mitglieder zähle. Erste würden sich über das gesamte Bundesgebiet verteilen, fast durchweg Eigentümer von Ferienhäusern am Glammsee.


Zahlreiche Gäste kommen immer wieder


Telefonische und schriftliche Anfragen würden protokolliert, um zu erkennen, worauf die hauptsächlich abzielten. Im Vorjahr seien 53 geschrieben worden. 22 Mal hätten Interessenten Informationsmaterial haben wollen. 21 Mal seien über das Fremdenverkehrsbüro Unterkünfte vermittelt worden, zählt Rienas auf. Wahrscheinlich seien es mehr, doch häufig gebe es keine Rückmeldung. Wie viele Übernachtungen direkt gebucht wurden, könne der Verein nicht erfassen. Es gebe aber zahlreiche Gäste, die regelmäßig nach Warin oder Umgebung kämen und immer in das gleiche Quartier. „Das ist doch ein Zeichen, dass es
ihnen hier gefällt“, freut sich Cayé. Die Ferienunterkünfte der Vereinsmitglieder seien auf der Webseite der Stadt unter Tourismus zu finden.

Die Zahl der Besucher im Fremdenverkehrsbüro sei im Vorjahr auf 1867 gestiegen, seit der Erfassung ab 2014 „Tendenz steigend“, so Cayé. „Das Angelgeschäft“, also die Ausgabe befristeter Fischereischeine für Touristen, habe sich um die 100 eingepegelt. Gut verkauft würden auch
Angelkarten für die umliegenden Seen, die Fischer Dehmel aus Dabel bewirtschafte. Das seien insgesamt zwölf, vom Großen Wariner See über Glammsee und Rübensee praktisch vor der Haustür bis zum Keezer, Bibower und Ventschower See. Am gefragtesten sei der Glammsee, einmal wegen der nahen Ferienhäuser, vermutlich aber auch, weil dort vom Land aus geangelt werden könne. Für den verpachteten Groß Labenzer See seien die Gewässerkarten für Angler indes nur am Forellenteich zu bekommen, für den Tramser See, ein Gewässer des Landesanglerverbandes, „schicken wir die Leute zum Angel-Spezi bei Real in Kritzow“, erklärt Rienas. Dort gebe es auch Angelkarten für die Ostsee.

Das Angeln sei eines der Standbeine für den Tourismus in der Region, sagt Cayé. „Viele kommen nur deshalb.“ Umso mehr ärgere ihn, dass beim Verbot von Motorbooten im Wassergesetz MV kein Unterschied zwischen Verbrennungs- und Elektromotoren gemacht werde. Letztere seien umweltfreundlich, doch die Begründung laute, die Schraube beschädige den Fischlaich. Das Verbot bestehe für die hiesigen Seen schon immer, nur habe sich kaum jemand daran gehalten. Jetzt werde verschärft kontrolliert und für einen Verstoß zur Kasse gebeten. Es hätten schon einige Gäste angekündigt, deshalb nicht mehr zu kommen, so Cayé. Er habe den Tourismusverband des Landes einbezogen und hoffe, dass der was bewirke. Zumal die untere Wasserbehörde der Landkreise Ausnahmen gestatten könne, Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg aber sehr unterschiedlich damit umgingen. Dass sich schnell etwas ändere, glaube er leider nicht so recht.


Fahrradladen und Angelgeschäft fehlen


Im Fremdenverkehrsbüro stehe demnächst ein Internetplatz zur Verfügung, für Urlauber wie für Einheimische. Und nach dem Anfang im Vorjahr können wieder Fahrräder ausgeliehen werden, „wir haben fünf Stück vom Kinder- bis zum Herrenfahrrad“, sagt Cayé und betont, gewerblicher Fahrradvermietung keine Konkurrenz machen zu wollen, doch offiziell gebe es leider keine. „Wir haben Leute, die Fahrräder ausleihen wollten, schon nach Neukloster geschickt“, erklärt Rienas. Der Fahrradladen, den es mal gab, fehle in Warin, ebenso ein
Geschäft für Angelbedarf, so die Erfahrung im Fremdenverkehrsbüro. Die zwei E-Bikes, die zwei Jahre lang versuchsweise ausgeliehen werden konnten, hätten sich nicht gerechnet, so dass darauf auch kommende Saison verzichtet werde.

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