Brüel : Pumpversuch bestätigt Wasserfluss

Das Bohrloch wurde als Grundwassermessstelle ausgebaut.
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Das Bohrloch wurde als Grundwassermessstelle ausgebaut.

Nach Erkundungsbohrung zu Grundwasserleiter in Neu Necheln liegt jetzt das Gutachten vor

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01. Februar 2018, 05:00 Uhr

Die Haushalte in Neu Necheln, einem Ortsteil von Brüel, erhielten früher ihr Wasser über einen Brunnen am Gutshaus. Seit Stilllegung des Brunnens versorgen sich Einwohner aus hauseigenen Anlagen mit Trinkwasser. Als bei einer Untersuchung des Grundwassers im Jahr 2015 erhöhte Uran- und Nitratwerte festgestellt wurden, wechselten einige zu abgefüllten Wasserflaschen. Inzwischen erfolgte in Neu Necheln eine Bohrung zur Erkundung tieferer Grundwasserleiter (SVZ berichtete).

„Das Gutachten liegt vor und wurde an die Fachbehörden weitergeleitet. Als Stadt wollen wir nun mit der mea und dem Landkreis darüber sprechen, wie es weitergeht“, erklärte Nadine Borawski, Vorsitzende des Brüeler Umweltausschusses, auf der jüngsten Sitzung.

Die Erkundungsbohrung wurde zur Grundwassermessstelle ausgebaut. In einen Brunnenschacht war ein Rohr gesetzt worden, das einen Meter über der Erde heraussteht. Um das Vorhandene als Brunnen nutzen zu können, wären unter anderem Pumpe und Ausdehnungsgefäß erforderlich, war auf der Sitzung zu hören. Vielleicht könnte ein zukünftiger Brunnen dann auch nicht nur für Neu Necheln genutzt werden, war eine Überlegung.

Das Bohrloch wurde als Grundwassermessstelle ausgebaut.
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Das Bohrloch wurde als Grundwassermessstelle ausgebaut.
 

Die Erkundungsbohrung wurde bis 120 Meter unter Gelände abgeteuft und geophysikalisch vermessen. „In Auswertung der Schichtaufnahme und der geophysikalischen Bohrlochmessung wurde das Bohrloch bis 103 Meter als Grundwassermessstelle ausgebaut. Mit einem Pumpversuch wurde die Wasserführung bestätigt“, informierte Borawski. Der erkundete Grundwasserleiter sei für eine Grundwasserentnahme bzw. eine qualitätsgerechte Trinkwasserversorgung in Neu Necheln geeignet. „Das ist ein Riesenschritt nach vorn“, so die Ausschussvorsitzende.

Wichtig sei jetzt, eine Kostenkalkulation zu bekommen, so übereinstimmend Bernd Pilz und Hans-Heinrich Erke. Zudem, so Erke, sollte nicht nur die mea als Wasserversorger angefragt werden. Neu Necheln liegt nicht mehr in deren Versorgungsgebiet.

Die mea, ein Unternehmen der Wemag-Gruppe, beliefert vom Brüeler Wasserwerk aus 907 Hausanschlüsse mit Trinkwasser – in Brüel, Keez, Thurow, Golchen sowie in der Gemeinde Weitendorf.

Als nächste Schritte, so Bürgermeister Jürgen Goldberg, könnten Fördermittel beantragt und mit den Leuten in Neu Necheln gesprochen werden. Nadine Borawski verwies denn auch auf die zweite Möglichkeit der Trinkwasserversorgung, dass sich jeder selbst kümmert“. Birgit Jepsen hinterfragte, was mit dem Brunnen sei, den Eurawasser einmal für Kuhpon gebohrt hatte. Die mea habe sich den Brunnen angesehen und erklärt, dass er nicht geeignet sei, so die Antwort auf der Ausschusssitzung.

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