zur Navigation springen
Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 23:22 Uhr

Sternberg/Warin : Pro Aktie 50 Cent an Kommunen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der Kommunale Anteilseignerverband der Wemag sieht sich auf Erfolgskurs. Der Wariner Bürgermeister Michael Ankermann wurde zum neuen Verbandsvorsteher gewählt.

svz.de von
erstellt am 26.Aug.2014 | 16:04 Uhr

Bislang hat die Stadt Sternberg jedes Jahr über 9500 Euro als Mitglied des Kommunalen Anteilseignerverbandes (KAV) der Wemag erhalten. Auch aus der Dividende für 2013 fließen 50 Cent pro Aktie, erklärte Reinhard Dally, stellvertretender Bürgermeister und Kämmerer des Amtes Sternberger Seenlandschaft, auf SVZ-Anfrage. Er hat für die Stadt und weitere zehn Kommunen des Amtsbereiches auf der konstituierenden Verbandsversammlung des KAV am Montag in Schwerin gestimmt. Hohen Pritz und Witzin waren dort selbst vertreten. Dem KAV gehören alle 13 Städte und Gemeinden aus dem Amtsbereich Sternberger Seenlandschaft an.

Die Kommunalisierung der Wemag zum 4. Januar 2010 wurde möglich, weil Vattenfall Europe sich von seinen Anteilen am Unternehmen trennte. Inzwischen liegen 74,9 Prozent der Aktien in der Hand von rund 250 Gemeinden. Die große Mehrheit ist im kommunalen Anteilseignerverband organisiert. Die übrigen Anteile hält die Thüga AG.

Am Montag wurden Warins Bürgermeister Michael Ankermann zum Verbandsvorsteher, der 1. und 2. Stellvertreter sowie vier weitere Mitglieder des Verbandsvorstandes neu gewählt. Es ist der erste Wechsel in der Verbandsspitze, seitdem der KAV Mehrheitsgesellschafter der Wemag ist. Die Neuwahl machte sich notwendig, weil der bisherige Verbandsvorsteher Lothar Stroppe aus Bützow kein Bürgermeister mehr ist.

Dieser blickte zufrieden auf eine erfolgreiche Wahlperiode des Vorstandes zurück: „Die Kommunen haben ihre neue Verantwortung als Mehrheitsgesellschafter gut angenommen. In enger Zusammenarbeit mit den Wemag-Vorständen und unserem Mitgesellschafter Thüga AG konnte die Wemag ihr Profil als kommunales Unternehmen und Öko-Stromversorger schärfen. Die Unternehmenszahlen haben sich besser entwickelt, als bei Übernahme der kommunalen Mehrheit berechnet worden ist“, so Stroppe. Viele Gemeinden, die den Anteilseignerverband verlassen hätten, seien wieder eingetreten. „Die Identifizierung der ländlichen Gemeinden mit ihrer Wemag ist gelungen.“ Keine der rund 250 Mitgliedsgemeinden zweifle mehr daran, dass die Kommunalisierung der Wemag der richtige Schritt gewesen sei.

„Zudem hat uns die Partnerschaft mit den Unternehmen der Thüga-Gruppe erlaubt, in der Region und bundesweit Wachstumschancen zu nutzen“, stellte der kaufmännische Wemag-Vorstand Caspar Baumgart fest. Die Gemeinden hätten mit hoher Kompetenz dazu beigetragen, die Energiewende im Land weiter voranzutreiben und den Netzausbau für optimale Versorgungssicherheit zu fördern, so Baumgart.

Der neue Verbandsvorsteher Michael Ankermann, der zuvor bereits dem Vorstand angehörte, hat für die kommende Amtsperiode klare Ziele. „Wir wollen die Wemag auf ihrem Wachstumskurs begleiten und dabei sicherstellen, dass regionale Interessen sowohl innerhalb des Unternehmens als auch in der politischen Landschaft wahrgenommen werden,“ so Ankermann. Netzausbau und Investitionen in zukunftsorientierte Segmente würden gefördert, damit die Wemag in den kommenden Jahren weiterhin „zukunftssicher und solide aufgestellt“ sei. Seine Wahl zum Vorsteher werte er auch als Gewinn für die Stadt, denn Warin werde dadurch „präsenter“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen