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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. Oktober 2017 | 01:37 Uhr

Brüel : Private Investoren sind ein Motor

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der Brüeler Bürgermeister Jürgen Goldberg antwortet auf Fragen der SVZ zum vergangenen Jahr und zu 2017

von
erstellt am 10.Jan.2017 | 06:09 Uhr

Die ersten Tage im neuen Jahr sind Zeitpunkt für eine Rückschau und einen Ausblick – diesmal auf 2017. Redakteurin Roswitha Spöhr stellte ihre Fragen dem Brüeler Bürgermeister Jürgen Goldberg.

Herr Goldberg, im Dezember konnte das über Jahre als Schandfleck liegende, frühere Gelände des Kreisbetriebes für Landtechnik nach der Beräumung an die Stadt übergeben werden. Abhaken kann die Stadt ebenso das langjährige Vorhaben, die Schmiedestraße zu sanieren. War das zu Ende gehende Jahr ein gutes aus städtischer Sicht?

Goldberg: Das Jahr 2016 war für die Stadt Brüel insgesamt ein erfolgreiches, also gutes Jahr. Städtische Vorhaben wie die Sanierung der Schmiedestraße, die Beräumung des KfL-Geländes in Thurow und die Verbesserung der technischen Ausrüstung der freiwilligen Feuerwehr konnten realisiert werden. Für diese Maßnahmen konnten in hohem Maße Fördergelder von Land, Landkreis, auch der EU eingeworben werden. Die Stadt hat den jeweils nötigen Eigenanteil zur Finanzierung ohne Neuverschuldung aufbringen können. Dank auch an die Sponsoren für die Feuerwehr. Wegen der nötigen Sanierung der Sternberger Straße, eine Bundesstraße, begann die Maßnahme Schmiedestraße recht spät im Jahr. Restarbeiten werden zeitnah erledigt. Diese Maßnahmen brachten für die Anwohner erhebliche Belastungen. Ich bedanke mich für die Geduld und die vielen positiven Ratschläge!

Da die Stadt im Frühjahr 2016 Eigentümer des KfL-Geländes wurde, konnte die beantragte Förderung für die Beräumung im Sommer 2016 durch den Landwirtschaftsminister Herrn Dr. Till Backhaus ausgereicht werden. Bedanken möchte ich mich für die gute und kollegiale Zusammenarbeit mit der Landgesellschaft Leezen, dem Rostocker Planungsbüro, dem ausführenden Betrieb und dem Amt Sternberger Seenlandschaft. Wirklich ein Schandfleck ist fort! Wir haben aber auch eine Verpflichtung zur Erinnerung, dass dieser Betrieb KfL für viele Ausbildungsstätte, Arbeitsmittelpunkt, zum Teil auch Lebensmittelpunkt war.

Neue Aufgaben ergeben sich nun für die Stadtvertretung für das beräumte Gelände.
Im alten Landambulatorium sind nach umfangreichen Bauarbeiten erste Mieter eingezogen. Im maroden, ehemaligen Eck-HO gibt es nach Sanierung moderne Wohnungen. In der Feldstraße sollen bald altersgerechte entstehen – nur drei Beispiele, wie dank privatem Einsatz Neues entsteht. Gibt es auch für das leer stehende, in städtischer Hand befindliche, Kita-Gebäude in der Schulstraße eine Zukunft?

Für das Gelände der ehemaligen Kita-Anlage in der Schulstraße gibt es hoffnungsvolle, reale Nutzungsvorstellungen.

Eine positive Entwicklung nahmen auch die Ortsteile. Als Beispiel nenne ich Thurow. Hier sind zwei neue Wohnhäuser entstanden. Das Gutshaus wird erfolgreich saniert und wirkt mit Vorhaben in die Region. Für den Ort muss die Ortssatzung neu durchdacht werden, ein Gesamtentwicklungskonzept muss erarbeitet werden.

Private Investitionen sind auch 2016 ein Motor für die Stadtentwicklung gewesen. Die positive Entwicklung im „Bahnhofsviertel“ unterstützen wir, in dem wir einen Abschnitt der Bahnhofstraße sanieren wollen. Besonders freut uns, dass das Geschäftshaus Ecke Schweriner/Sternberger Straße umfassend saniert wurde. Ein schöner Anblick, auch ein gutes Wohnen ist hier möglich. Im ehemaligen Landambulatorium sind bereits mehrere altersgerechte Wohnungen bezogen. Insgesamt ist es ein gelungenes Vorhaben. Die Arbeiten für das Projekt altengerechtes Wohnen mit Betreuungseinrichtungen in der Feldstraße sind sehr weit fortgeschritten. Ich habe die Hoffnung, dass der Start für den Bau 2017 erfolgen kann! 2017 muss auch der Gehweg in der Feldstraße unbedingt erneuert werden.

Im Frühjahrsprogramm der Kreisvolkshochschule des Landkreises Ludwigslust-Parchim spielt der Standort Brüel kaum noch eine Rolle.

Es ist schon bedauerlich, dass die Volkshochschule so wenig genutzt wird für Bildungsveranstaltungen in der Region. Nachfrage und Bedarf nach Kursen sind zu gering. Die Stadt als Eigentümerin wird das Grundstück vermarkten müssen.

Wann kommt der Radweg nach Blankenberg?

Die Radwegplanung Brüel in Richtung Blankenberg liegt seit Jahren vor. Mit der Amtsverwaltung müssen wir nachdrücklicher eine Realisierung des Bundesstraßen begleitenden Radwegebaus einfordern. Eine Gesamtplanung für Radwege im Amtsbereich wäre nützlich, auch um den Naturpark attraktiver für Radtouristik zu erschließen.

Wie geht es am Roten See weiter, nachdem der Pächter gekündigt hat?

Das ganze Interview lesen Sie in der Tageszeitung und auf ePaper.

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