Golchen : Premiere in der Adventszeit

Mit einem besinnlichen Programm von Tom Sänger begann auf dem Golchener Schlossgut Dreiwasser die Adventszeit.
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Mit einem besinnlichen Programm von Tom Sänger begann auf dem Golchener Schlossgut Dreiwasser die Adventszeit.

Schlossgut Dreiwasser in Golchen lädt sonntags zur Kaffeetafel in kleiner Runde und mit besinnlichem Weihnachtsprogramm ein.

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02. Dezember 2014, 17:41 Uhr

Der hohe Kamin in der Ecke bekommt Nachschub und verströmt wohlige Wärme. Auf der anderen Seite steht ein geschmückter Weihnachtsbaum. Die vier Tische, an denen sechs bis acht Gäste Platz finden, sind gut gefüllt. In kleiner Runde wird auf Schlossgut Dreiwasser in Golchen das erste Mal seit fast 20 Jahren auf diese Weise der Advent begangen und die Weihnachtszeit eingeläutet. Eine Stunde ist Kaffeezeit mit Kuchen, der aus der Küche des Hauses bzw. von einem sächsischen Bäckermeister stammt, der sein Rezept allerdings gut hütet. Im Mittelpunkt steht ein einstündiges Weihnachtsprogramm mit Tom Sänger. Wer möchte, kann sich danach einer Führung durch das Haus anschließen oder am Tisch plaudern.


Natur, Ruhe und kleine Veranstaltungen


Jörg Broscheit und Antje Zscherpe, die neuen Eigentümer des Golchener Schlosses, gehen damit einen weiteren Schritt, das idyllisch gelegene, zuvor geschlossene Privatanwesen zu öffnen und mit Leben zu erfüllen. Zumindest vorerst neben ihrer Arbeit; er ist Kaufmann in Wismar und sie Juristin. „Kerzenschein im Schloss, das ist so eine schöne Atmosphäre, und dann in der Vorweihnachtszeit“, so voller Begeisterung der Hausherr, der am 24. Dezember übrigens auch Geburtstag feiert.

Zu viert sind die Sternberger Christel und Günther Ihrke sowie Helga Lehmann und Horst Becker gekommen. „Wir haben überlegt, was wir am ersten Advent machen, und sind durch die Ankündigung in der SVZ neugierig geworden“, erzählt Christel Ihrke. Die Vier seien stets aufgeschlossen, für sie Neues zu entdecken, und nun sehr angetan von dem „gepflegten Haus“. Bekannte, die sie lange nicht gesehen hatte, konnte die Sternbergerin auch noch begrüßen – so viel zur familiären Atmosphäre.

Das Haus will den Gästen Natur und Ruhe bieten, aber auch zu Veranstaltungen in kleinerem Rahmen einladen, „ruhig und gediegen, weniger partymäßig“, sagt Antje Zscherpe. „Wir tasten uns voran.“ Ideen gäbe es schon mehrere. So möchten die Hausherren des Golchener Schlosses jungen Künstlern – ob sie ein Instrument spielen, Gedichte oder kleine Geschichten schreiben – die Gelegenheit für Auftritte geben. Auch an kleine Parkkonzerte sei gedacht. Was in diesem Jahr begann, geht 2015 weiter – die Zusammenarbeit mit der Harley-Davidson-Vertretung in Rostock, die Touren durch das Land mit der US-Kultmarke anbietet. Dreiwasser steht im Abschnitt der Schlösser und Herrenhäuser. Die Herrentagstour am 14. Mai führt ebenfalls nach Golchen. Jeden Sonntagnachmittag öffnet „Café Auszeit“ für drei Stunden, in diesen Wochen anders – auf weihnachtliche Art.

Tom Sänger trägt besinnliche Lieder und Gedichte vor, erzählt von deren Herkunft und überrascht die Zuhörer manches Mal. Zum Beispiel, dass „O du fröhliche“, eines der bekanntesten deutschsprachigen Weihnachtslieder, auch zu Pfingsten gesungen wurde. Das hätten sie nicht gewusst, kommt es von mehreren Tischen. Das sei eine Frage bei „Wer wird Millionär?“ mit Günther Jauch gewesen, fügt Tom Sänger hinzu, der im bürgerlichen Leben Thomas Müller heißt und im Ostseebad Nienhagen zu Hause ist. Der begeisterte Sänger, Klavierspieler und Bassist ist seit 1980 auf den Bühnen des Landes unterwegs, anfangs als Hobby, seit 1988 freischaffend, seit diesem Jahr vorrangig als Solist. Am zweiten und dritten Advent tritt er erneut auf dem Schlossgut auf. Am vierten Advent kommt Stefan Fischer, „Fischi, der Tenor“ aus Dabel. Wegen begrenzter Plätze wird um Vorbestellung gebeten (Tel. 038483/ 299345). Der Eintritt kostet zehn Euro.

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