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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 06:47 Uhr

Warin : Premiere für junge Musikschüler

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Beim Tag der offenen Tür in der Städtischen Musikschule Warin haben die jungen Leute ihr Instrument gespielt und gleichzeitig gesungen.

svz.de von
erstellt am 27.Mai.2014 | 17:55 Uhr

Theresa Klene spielt im alten Wariner Kinosaal Klavier und singt dazu mit sicherer Stimme einen Hit von Bruno Mars. Nach dem letzten Klang atmet sie erleichtert durch, aus den Zuschauerreihen kommt Beifall. „Es ist gar nicht so leicht, ein Instrument zu spielen und dazu zu singen. Wer das nicht gewohnt ist, fokussiert sich meist auf nur eines“, sagt Bertram Grafendorff. Der Leiter der Städtischen Musikschule Warin führt am Tag der offenen Tür durch das Programm, das als öffentliche Probe angelegt ist.

Um den Unterschied zu verdeutlichen, wenn sich der Musikschüler „auf eine Sache“ konzentrieren kann, setzt sich der Meister an das Klavier. Die 19-Jährige singt – nun im Stehen – den gleichen Titel noch einmal. Gelegentlich blickt Grafendorff zu ihr hoch. „Klasse“, raunt er kurz, als
seine Schülerin an einer Stelle die Stimme länger halten muss. „Das hörte sich jetzt viel mutiger an“, befindet der Musikschulleiter nach dem Vortrag.


Posaune und jetzt auch Klavier und Gesang


Für Theresa ist gerade eine Premiere zu Ende gegangen. Denn sie hat zum ersten Mal öffentlich Klavier gespielt und dazu gesungen, bekennt die junge Frau. Seit fünf Jahren lernt sie Posaune und parallel seit einem halben Jahr Klavier, dazu bislang eher nebenbei Gesang. Sie wolle beides weiter verfolgen. „Doch wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich eher Gesang wählen statt Klavier “, sagt die 19-Jährige aus Hanshagen bei Grevesmühlen bestimmt. Sie ist Privatschülerin bei Bertram Grafendorff, der sie auf die Prüfung an der Hochschule für Musik und Theater (HTM) in Rostock vorbereitet. Theresa möchte, nachdem sie im vorigen Jahr ihr Abitur abgelegt hat, nun auf Lehramt studieren. Eine Karriere als Musikerin wäre nichts für sie, ist die
19-Jährige überzeugt.

Am Wariner Musikschulleiter schätzt sie die große Spannbreite zwischen klassischer und moderner Musik. Erstere habe Vorrang, aber es mache Riesenspaß, auch aktuellen Pop zu spielen. „Es ist für Alt und Jung und jeden Musikgeschmack was dabei.“ Zudem vermittle Grafendorff viel Wissen, „egal, zu welcher Epoche und welchem Genre“.


Steppke möchte weiter ein Instrument spielen


In einer kurzen Pause geht ein Großvater mit seinem Enkel auf den Musikschulleiter zu. Der Steppke hat schon ein Instrument gespielt und möchte das gern weiterführen. Er bekommt die wichtigsten Informationen. An der Einrichtung sind rund 20 Schüler eingeschrieben, etwa zur Hälfte Klavier und Gitarre.

Ulrike Riesel aus Warin sitzt mit ihrem Instrument noch in einer hinteren Zuschauerreihe. Sie sei „sehr aufgeregt“. Da helfe es schon ein wenig, dass Eltern und Schwester an ihrer Seite sind und nachher kräftig die Daumen drücken.

Die 16-Jährige, die das Gymnasium in Neukloster besucht, nimmt an der Wariner Musikschule „ein bisschen über ein Jahr“ Gitarrenunterricht. Angefangen habe sie mit dem Instrument zuvor in Kanada, wo die Familie sieben Jahre lang gelebt hat. Ulrike freut sich, dass es in der Stadt eine Musikschule gibt – und dass sie dort die Lieder spielen darf, „die ich mag“. Und das sei eher moderne Musik statt Klassik. Auf ihrem Schoß hält sie ein Notenblatt mit „Halleluja“, das von Größen wie Leonard
Cohen und Sarah Connor zu hören war. Einmal hat die Gymnasiastin ebenfalls Premiere, spielt Gitarre und singt dazu („Im Unterricht haben wir das schon geübt.), und dann wird sie wie eingangs Theresa von Bertram Grafendorff begleitet.

Durch den Unterricht fühle sie sich schon viel sicherer als zu Beginn, sagt die 16-Jährige. Wobei das Gitarrespielen ihr Hobby bleiben soll, nur eben perfekter. Es mache jedenfalls „unheimlich Spaß“

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