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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. November 2017 | 17:55 Uhr

Groß Labenz : Prächtige Pappel muss nun weichen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der ortsprägende Baum in Groß Labenz wird bis Weihnachten gefällt.

svz.de von
erstellt am 17.Dez.2014 | 16:36 Uhr

An ihr hängen die Bewohner von Groß Labenz. An der eindrucksvollen Pappel, die schon etwa seit den 20er bis 30er-Jahren im Ort steht. Sie ist eines der letzten großen Weidengewächse, das von der früheren Allee in der Groß Labenzer Dorfstraße noch übrig ist und auch sie wird bis Weihnachten weichen müssen.

Der erste Antrag, die Pappel zu fällen, kam vom Besitzer des Grundstückes, auf dem ein Teil des Baumes steht. Er ist allerdings nicht in Mecklenburg-Vorpommern wohnhaft. Es würden immer wieder Äste herunter kommen, auch ohne große Windeinwirkung, begründete er. Es bestehe also Handlungsbedarf.

Der stattliche Baum steht, das hat eine erneute Vermessung nun bestätigt, überwiegend auf öffentlichem Grund. Daher hat sich das Bauamt Neukloster-Warin der Sache annehmen müssen und ebenfalls einen Fällantrag an die untere Naturschutzbehörde gestellt.

„Die sehr imposante Pappel steht im baulichen Innenbereich. Pappeln unterliegen hier nicht dem Baumschutz. Die Zuständigkeit der unteren Naturschutzbehörde für den gesetzlichen Baumschutz ist daher nicht berührt“, kommentierte dazu Petra Rappen, die Pressesprecherin des Landkreises Nordwestmecklenburg. So wurde der Fällantrag gebilligt und der Baum in einer ersten Maßnahme bereits beschnitten. Bis Weihnachten soll er komplett abgetragen werden, wie auch Michael Ankermann, Bürgermeister der Stadt Warin, auf Nachfrage der SVZ bestätigte.

Sehr zur Trauer einiger Dorfbewohner, die den Baum als „ihre Pappel“ ins Herz geschlossen haben. Man könne nicht verstehen, „wie man einen so schönen Baum fällen kann“, wie eine vorbeifahrende Einwohnerin klagt.

Auch der Bürgermeister kann das Fäll-Vorhaben verstehen. „Pappeln haben ein unberechenbares Potenzial, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Sie brechen nicht, wie andere Hölzer, sondern splittern eher. Das macht diese Bäume gefährlich.“

 

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