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Gemeinde Blankenberg : Postgebäude vom Freistaat Bayern erworben

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Seit mehreren Jahren bemüht sich die Gemeinde Blankenberg um das marode Postgebäude direkt an der Bundesstraße und den Bahngleisen. In den letzten Monaten war es etwas ruhiger um das Gebäude geworden.

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2012 | 06:12 Uhr

Blankenberg | "Wir haben den Kaufvertrag unterzeichnet. Wir waren beim Notar in Schwerin, damit das Grundstück und das marode Postgebäude Gemeindeeigentum werden", sagt Blankenbergs Bürgermeister Peter Davids. Den Kaufvertrag unterschrieben haben er und Gemeindevertreterin Christine Wegner.

Seit mehreren Jahren bemüht sich die Gemeinde um das Grundstück direkt an der Bundesstraße und den Bahngleisen. Glücklicherweise war es in den letzten Monaten etwas ruhiger um das Gebäude geworden. Wie SVZ berichtete, hatte es immer wieder Ärger um die Verkehrssicherungspflicht gegeben. Das Haus hatte verschiedene Eigentümer, meist außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns. Leer stehend, verfiel das Gebäude, vom Dach wehte Dachpappe wiederholt auf die Straße und neben die Schienen. Auf Drängen der Gemeinde und mit Unterstützung des ehemaligen Landkreises Parchim wurden dann die gefährdeten Stockwerke abgerissen.

Die Gemeinde hielt an ihrem Ziel fest, die erst als Postverteilungszentrum und dann bis 1993 als Poststelle genutzte Immobilie zu erwerben, allerdings nur, wenn noch vorhandene Verbindlichkeiten nicht mit übernommen werden müssen. Als dann der letzte Eigentümer verstarb und der Freistaat Bayern erbte, nahm die Gemeinde über das nun zuständige Landesamt für Finanzen in Würzburg Kontakt auf. Das war Mitte des vergangenen Jahres. Wie SVZ seinerzeit berichtete, hatte das Landesamt u. a. zu prüfen, ob Nachlassverbindlichkeiten bestünden und eine Verwertung möglich sei.

Nun hat die Gemeinde Blankenberg den Kaufvertrag unterzeichnet. "Der muss jetzt noch in Bayern bestätigt werden", sagt Peter Davids. Die Kaufsumme: null Euro. Reagiert hat der Bürgermeister zudem auf ein neu aufgelegtes Förderprogramm der Landesregierung. "Es gibt ein so genanntes Rückbauprogramm zur Beseitigung von Schandflecken. Und das ist das marode Postgebäude mit dem gesamten Grundstück", so Davids. Die Anträge werden über das Amt gestellt.

Wunsch der Gemeinde sei es, im nächsten Jahr den Abriss vornehmen zu können. "Es gibt Vorstellungen in der Gemeindevertretung, was mit der Fläche passiert. Darüber wollen wir uns mit der Naturparkverwaltung abstimmen, schließlich ist der Bahnhof schon als Naturparkbahnhof ausgewiesen", sagt Peter Davids. Abstimmungen erfolgen auch mit der Deutschen Bahn, die Interesse für ein Teilstück, das zu den Gleisen führt, geäußert hat. Wie SVZ informierte, gehe es hier um Sicherheitsbelange.

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