Razzia in Warin : Polizei durchsucht Döner-Imbiss

Das durchsuchte Geschäft in Warin gestern Vormittag. 

Das durchsuchte Geschäft in Warin gestern Vormittag. 

Ein Großaufgebot der Polizei samt Zoll hat am späten Dienstagnachmittag Wohngebäude und einen Döner-Imbiss durchsucht.

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08. November 2017, 20:45 Uhr

So etwas erlebt die Kleinstadt Warin zum Glück nicht alle Tage: Am späten Dienstagnachmittag gab es ein Großaufgebot der Polizei samt Zoll in der Lange Straße.

Wie SVZ auf Nachfrage von der Sprecherin der Schweriner Staatsanwaltschaft, Claudia Lange, erfuhr, wurden ein Wohn- und Geschäftsgebäude, unter anderem ein Dönerimbiss, durchsucht. Laut Sprecherin habe der „Tatvorwurf Handelstreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge“ bestanden. Ein Beschuldigter wurde noch am Dienstag vorläufig festgenommen und am Mittwoch dem Haftrichter am Amtsgericht Schwerin vorgeführt. Dieser ordnete laut Staatsanwaltssprecherin „Untersuchungshaft wegen Handels mit Betäubungsmitteln in vier Fällen sowie einem Fall des unerlaubten Besitzes an“.

Bei dem durchsuchten Geschäft handelt es sich um deneinen Imbiss, der über Warin hinaus, was die Speisekarte betrifft, einen guten Ruf haben soll.

Zugleich bestätigte die Sprecherin, dass es im Zuge der Wariner Razzia am Dienstag auch auf dem Autohandel-Gelände im unweit entfernten Reinstorf eine Durchsuchung gegeben habe. „Ihre Quellen sind richtig, es handelt sich um ein und dieselbe Person“, die mit beiden Objekten in Verbindung gebracht werden könne.

Weitere Auskünfte gebe es nicht, so die Sprecherin mit Hinweis auf das laufende Ermittlungsverfahren. Das gelte auch für den Beschuldigten sowie in welcher Verbindung dieser zum Geschäft in Warin stehe. Zugleich wurde seitens der Staatsanwaltschaft Schwerin auf die Unschuldsvermutung hingewiesen. Zu den Durchsuchungsmaßnahmen erklärte die Staatsanwalts-Sprecherin lediglich: „Polizei war vor Ort“.

Laut SVZ-Informationen sollen gleich sieben Fahrzeuge der Kriminalpolizeiinspektion (KPI) Schwerin im Einsatz gewesen sein. Drei standen noch gegen 17.30 Uhr vor der Pizzeria, andere wurden während der Maßnahme auf dem benachbarten Parkplatz eines Discounters abgestellt.

Der Einsatz in Warin zog sich offensichtlich über Stunden hin, gegen 20 Uhr standen laut eines Augenzeugen drei Polizeifahrzeuge immer noch auf der B 192 vor besagtem Imbiss. Dort war gestern telefonisch keiner erreichbar, es kam lediglich die Ansage „Montag ist Ruhetag“.

Update: Pizzeria-Betreiber äußert sich

In der Bevölkerung werde der Eindruck erweckt, dass er festgenommen worden sei, erklärte Ramazan Akay, Inhaber von „Akay Pizzaria & Dönergrill“ in Warin, gestern gegenüber SVZ. „Das  stimmt nicht. Das ist Rufschädigung“, sagt er.

Es stimme, dass es eine Durchsuchung der Polizei in seinem Laden und in der Wohnung gegeben habe. „Auf der Straße wurde jemand festgenommen, der aber mit dem Laden und der Wohnung nichts zu tun hat und auch nicht angestellt ist“, bekräftigt Ramazan Akay gegenüber unserer Redaktion. „Der Beschuldigte hat den gleichen Nachnamen wie ich“, weiß er. Nur so könne er sich den Polizeieinsatz erklären. „Im Laden und der Wohnung wurde nichts gefunden.“

Wie Claudia Lange, Sprecherin der Schweriner Staatsanwaltschaft, auf SVZ-Nachfrage gestern auch bestätigt, handelt es sich bei dem Beschuldigten nicht um Ramazan Akay.

Wie SVZ berichtete, wurde am Dienstagnachmittag unter anderem in Warin ein Wohn- und Geschäftsgebäude untersucht. Ein  Beschuldigter wurde vorläufig festgenommen und am Mittwoch dem Haftrichter am Amtsgericht Schwerin vorgeführt. Dieser habe laut Staatsanwaltssprecherin  „Untersuchungshaft wegen Handels mit Betäubungsmitteln in vier Fällen sowie einem Fall des unerlaubten Besitzes“ angeordnet.

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