Groß Görnow : „Plötzlich stand ein Wolf vor mir“

Der Wolf kehrt zurück.
Der Wolf kehrt zurück.

SVZ-Leserin erlebte auf ihrem Waldspaziergang eine Überraschung.

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09. November 2014, 15:30 Uhr

Karina Prätorius ist viel mit ihrem Hund unterwegs, auch im Wald, wo sie Naturmaterial zum Basteln sucht. „Der Wald hat sich für mich jetzt aber erst einmal erledigt“, sagt sie im SVZ-Gespräch. Denn auf einem dieser Spaziergänge in der vergangenen Woche nahe der Straße zwischen Friedrichswalde und Groß Görnow sei plötzlich ca. 15 Meter entfernt ein Tier aus dem Unterholz gesprungen. „Es war ein Wolf“, sagt Karina Prätorius. Sie habe den Hund gerufen, der ihr aufs Wort gehorche und dann vor Schreck laut geschrien. Sie meine, zwei Tiere weglaufen gesehen zu haben. „Ein Wolf ist scheu und klein. Aber wenn man so einem Tier gegenübersteht – im Nachhinein sehe ich das anders“, sagt sie.


Wolfsexpertin: Isegrim hat auf Hund reagiert


„Normalerweise ziehen sich Wölfe zurück“, sagt Kristin Zscheile, Wolfsbeauftragte im Landesamt für Natur, Umweltschutz und Geologie, der SVZ von der Begegnung erzählt hat. Hier sei relativ wahrscheinlich, dass der Wolf auf den Hund reagiert habe. Ihr Rat: Im Wolfsrevier den Hund immer anleinen, weil er für den Wolf ein Konkurrent sei, der dort nicht hingehöre. „Wenn man meint, einen Wolf zu sehen, sollte er laut angesprochen oder sogar angeschrien werden. Auf alle Fälle stehen bleiben und sich groß machen. Jede schnelle Bewegung wird als Fluchtreflex gedeutet“, rät die Wolfsexpertin, die besagte Stelle auf Spuren untersuchen will.

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