Hotelpleite in Sternberg : Plötzlich ohne Unterkunft

Von Kanada  nach Sternberg: Erhard und Christiane van Bargen
Von Kanada nach Sternberg: Erhard und Christiane van Bargen

Gebürtige Sternbergerin aus Ontario fliegt seit 20 Jahren zum Heimatfest über den großen Teich

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06. August 2015, 06:30 Uhr

Christiane van Bargen aus London/Ontario lebt seit 1956 mit ihrem Mann Erhard in Kanada. Seit 20 Jahren kommt die heute 78-Jährige jedes Mal zum Sternberger Heimatfest. So soll es auch an diesem Wochenende sein.

Vergangenen Donnerstag in Hamburg gelandet, schmeckte am nächsten Morgen den van Bargens das Brötchen nicht. Beide sind über das Geschehen in Sternberg immer auf dem Laufenden – „Ich lese die ,Volkszeitung’ per E-Mail“, sagt sie. Ob in Ontario oder jetzt in Hamburg. Da fand sie Freitagfrüh die ,SVZ’-Nachricht vom vorläufigen Insolvenzverfahren des „Seehotels.“ Montag kam die endgültige Schließung. „Wir hatten plötzlich kein Quartier mehr“, so ihr Gatte. Gebucht wurde immer ein Jahr vorher. „Wir haben nicht nur für 25 Euro übernachtet, wir zahlten im Vorjahr 90 Euro und so war es wieder ausgemacht“, sagt Christina van Bargen, anspielend auf die jetzt öffentlich gewordenen Seehotel-Dumpingpreise.

Zum Glück kannten die van Bargens einen anderen Hotelier vor Ort, ein Anruf – und es klappte. Der Sternberger Urlaub der Deutsch-Kanadier war gerettet. Christina van Bargen freut sich auch aufs Wiedersehen mit ihren alten Schulkameraden beim Klassentreffen zum 52. Heimatfest. Und auch ihr Mann hat Sternberg längst lieb gewonnen: „Ein schönes Städtchen…“  

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