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Gruseliges : Plastekürbis in Nisbill und Spuk im Museum

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Es spukt in diesem Tagen vielerorts und ganz besonders am 31. Oktober wieder.

von
erstellt am 29.Okt.2015 | 07:06 Uhr

Es spukt in diesem Tagen vielerorts – so in Nisbill auf dem Grundstück von Familie Schmidt direkt an der Landesstraße 031. Das leuchtende Kürbisgesicht strahlt auch in diesem Jahr wieder den vorbeifahrenden Pkw entgegen. Dabei sind, bei Tage betrachtet, die beiderseitigen Kürbis-Aushöhlungen zu wohlgeraten – um als Exemplar im heimischen Garten gewachsen zu sein. Hier handelt es sich um einen beleuchteten Plastekürbis.

Am 31. Oktober spukt es im Wismarer phantechnikum. Von 16 bis 19 Uhr lädt das Museum „alle Grusel-Fans zum schaurig schönen Halloween-Programm ein“, heißt es in einer Mitteilung. Auf die kleinen und großen Halloweenfans warten Dinge wie ein Schweißtraining. 17 Uhr schließt sich eine Laborvorführung im so genannten Hexenkessel an. Eine besondere Attraktion ist – was sonst – der „Brennende Kürbis“. Und im Ekel-Kabinett, dem Ort der Dunkelheit, geht es ums Fühlen. Labberige, haarige und auch schleimige Inhalte wollen ertastet werden und kosten Überwindung.

Wer mit einem Gruselkostüm oder als Hexe erscheint, zahlt lediglich einen Sondereintrittspreis.

Halloween und Luther

Kommentar von Roland Güttler

Oh Graus – am Samstag droht wieder das Dauer-Klingeln. Es reicht ein Wort, um bei vielen Hausbewohnern den Nervpegel bereits Tage zuvor ansteigen zu lassen: Halloween!

Der einstige keltische Brauch ist via USA längst auch hier nicht nur Spaß und Verkleidung für die kleinen Gruselfans. Es ist vor allem eine riesige Kommerzmaschinerie.

Das kritisiert nicht zuletzt die Evangelische Kirche; die darauf hinweist, dass der 31. Oktober der Reformationstag ist. Der diesjährige ist übrigens der letzte vor dem Einläuten des Luther-Jahres im Oktober 2016 zum Gedenken ans 500-jährige Reformationsjubiläum. Das will natürlich gefeiert und vorbereitet sein. Und längst gibt es unzählige Produkte. Sei es die Tasse mit Spruch des Reformators, das Polohemd „Bodenpersonal“ oder die Handy-Luthersocke nachtblau mit dem Spruch: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“. Und natürlich darf da der Einkaufschip Luther – goldfarben im 20er-Pack für 35 Euro nicht fehlen. Die Kommerzmaschinerie ist auch da angeworfen – doch hier entscheidet noch jeder selbst. Im Gegensatz zu Halloween; denn bleibt die Tür am Samstag zu, kann es durchaus „Saures“ geben.

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