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Bibliothek auf zwei Etagen : Pläne für Gemeinschaftshaus in Neukloster nehmen Gestalt an

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Fördermittelbescheid übergeben: Bibliothek auf zwei Etagen, Saal und Vereinsräume. Auch Zuschuss zu neuer Waldbühne des VfL bewilligt.

Jetzt kann es losgehen: Das 2014 in der Stadtvertretung angesprochene Anliegen, ein Gemeinschaftshaus in Neukloster zu errichten, steht kurz vor dem Baustart. Bürgermeister Frank Meier konnte von Simone Krey vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) als Bewilligungs- und Überwachungsbehörde für europäische Fördermittel bei Leader-Projekten, sowie Roland Finke, Leiter der Stabsstelle Wirtschaft und Regionalentwicklung im Landkreis Nordwestmecklenburg, und Erich Reppenhagen, Leiter der regionalen Leader-Aktionsgruppe, einen Fördermittelbescheid in Höhe von rund 300 000 Euro entgegen nehmen.

Das zukünftige Gemeinschaftshaus sei dringend notwendig, hieß es in der Erklärung des Bürgermeisters. Es wird künftig die Bibliothek auf zwei Etagen, einen Saal für den Seniorenklub und Stadtvertretersitzungen sowie zwei kleinere Räume für Vereine, eine Küche, einen kleinen Innenhof sowie eine Terrasse, um draußen zu sitzen, beherbergen.

Das derzeitige Bibliotheksgebäude sehe zwar von außen noch ganz gut aus. Die Baracke sei aber inzwischen dringend sanierungsbedürftig, da schon mehrfach gerissen. Sie entspreche auch kaum noch den heutigen Anforderungen. Ebenso die Baracke des Seniorenklubs, der bei größeren Veranstaltungen aus allen Nähten platze. Auch gab es bislang in Neukloster keine vernünftige Kulisse für öffentliche Versammlungen. Nicht immer konnte man in den Raum der Feuerwehr oder den Saal des Gymnasiums ausweichen. Jetzt sollen diese Probleme aber der Vergangenheit angehören. Mit dem Gemeinschaftshaus wolle und könne man nun die Bürger noch mehr zusammenbringen. 

Nach einem Ausschreibungsverfahren wird das Konzept des Architekturbüros KfS Architekten BDA Feierabend Sippel Partnerschaft mbB zugrunde gelegt. Das Architekturbüro verstand es, das künftige Gemeinschaftshaus in die örtlichen Gegebenheiten geschickt einzupassen, so dass auch weiterhin der Blick auf die Kirche gegeben ist. Das Grundstück an der Nordseite der Kirche ist bereits beräumt. Es könnte jederzeit losgehen mit dem Bau, aber erst einmal wolle Bürgermeister Meier noch eine Bauvoranfrage stellen, anschließend den Bauantrag hinterhersetzen. Er hoffe also, dass 2017 mit dem Bau begonnen werden kann und man 2018 fertig sein wird.

Gleich zu Beginn der neuen Förderperiode 2014 hatte Neukloster den Antrag auf EU-Mittel gestellt. Insgesamt wird das Gemeinschaftshaus 2,4 Millionen Euro kosten. Genau 333 333,34 Euro werden nun von der  EU gefördert. Davon können 2017 rund 115 000 Euro abgerufen werden und 2018 rund 185 000 Euro. Für die Förderung des Objekts sei für die Leader-Aktionsgruppe die Nachhaltigkeit ein wichtiges Kriterium gewesen. Dazu meinte Erich Reppenhagen: „Es hat doch keinen Sinn, ein Projekt zu fördern, das dann nicht wirklich genutzt wird. Die Gefahr besteht bei dem Gemeinschaftshaus nicht. Allein schon durch die Bibliothek und den Seniorenklub, die dort ihr neues Domizil erhalten, wird Leben ins Gemeinschaftshaus einziehen.“

Als große Überraschung für den Bürgermeister verkündete der Leiter der regionalen Leader-Aktionsgruppe abschließend noch: „Und auch der Antrag der Stadt und des VfL Blau-Weiß Neukloster auf Förderung einer neuen Waldbühne am Waldstadion ist mit 135 000 Euro schon bewilligt worden, da auch von Seiten der Stadt alle Voraussetzungen dafür geschaffen wurden. Damit geht von unserem Budget fast die Hälfte nach Neukloster.“

Aber die Leader-Aktionsgruppe entscheide nicht „vom grünen Tisch aus“, sondern sehe sich die Gegebenheit an. Der VfL habe verstanden, sein Anliegen gut rüber zu bringen. „Für uns ist entscheidend, auf welches Engagement treffen wir vor Ort, und beim VfL hatten wir keine Bedenken. Auch hier ist die Nachhaltigkeit gegeben“, so Reppenhagen abschließend.

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erstellt am 18.Apr.2017 | 21:21 Uhr

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