Warin : Pilzfund am Stubben

Der Schuppige Porling an einem Stubben.
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Der Schuppige Porling an einem Stubben.

Der Schuppige Porling wächst auch in Warin.

svz.de von
26. Mai 2017, 12:00 Uhr

Zu den Pilzen, die jetzt im Frühling und sogar bis zum Frühsommer wachsen, gehört der Schuppige Porling (Polyporus squarmosus). Der Pilz fällt mit seinen oft übergroßen Fruchtkörpern und den fächerförmig ausgebreiteten gelben Hüten schon von weitem auf. Pilzberater Werner Voß fand den Porling an einem Ahornstubben in Warin.

„Um den teilweise ausgehöhlten Stubben herum wuchsen wunderschön die ockergelben strohfarbenen Hüte sattelförmig, teilweise versetzt übereinander stehend, auf bis zu acht Ebenen“, beschreibt Voß.

Der größte Durchmesser eines Hutes betrug 30 Zentimeter. Das sei mittelprächtig, wenn man bedenkt, dass Hüte mit bis zu 60 Zentimetern Breite gefunden wurden. Die Hüte besitzen dunkel-/kastanienbraune, flach anliegende Schuppen. Das Muster sieht fasanenfederartig aus. Der Stiel ist dunkelbraun bis schwarzfilzig, netzig gezeichnet, kurz und dickfleischig. Markant für den Pilz (Fruchtkörper) ist sein rasches Wachstum.

Der Porling ist ein Wundparasit, wächst gerne an Allee- und Parkbäumen. Er erzeugt Weißfäule, das heißt, er baut im Holz das Lignin ab. Der Schuppige Porling ist essbar, wenn er jung, das Fleisch weich ist. Der Stiel ist nicht brauchbar. Geruch und Geschmack erinnern an Gurken oder Melonen. Der Pilz sollte aber gut gegart werden, da in ihm Lektine – natürliche Insektenvernichtungsmittel – enthalten sind, die zur Magenverstimmung führen können, rät der Pilzsachverständige. „Kulinarisch ist etwas anderes.“

Der Schuppige Stiel-Porling, wie dieser Polyporus auch bezeichnet wird, wurde früher in Streifen getrocknet und als Streichriemen für
Rasierklingen genutzt. Er kommt im Osten Nordamerikas, Europa, ganz Afrika und Asien vor.



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