Bauvorhaben in Penzin : Photovoltaik entlang der Bahnstrecke

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Es gibt schon einen Solarpark in Blankenberg auf der früheren Mülldeponie - mit einer Leistung von 1,1 Megawatt. Roswitha Spöhr

Es gibt Pläne, entlang der Bahnstrecke Schwerin-Rostock in Penzin eine Photovoltaikanlage zu errichten. Bauherr und Projektierungsbüro stellten das Vorhaben nun den Penzinern Bürgern vor.

svz.de von
07. März 2013, 10:37 Uhr

Penzin | Es gibt Pläne, entlang der Bahnstrecke Schwerin-Rostock in Penzin eine Photovoltaikanlage zu errichten. Eigentümer der derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen ist die BVVG. "Um Baurecht zu schaffen, muss die Gemeinde ein Bauleitplanverfahren durchführen", informiert Blankenbergs Bürgermeister Peter Davids. Doch die Gemeinde will auch einen möglichst großen Konsens bei den Einwohnern für das Vorhaben der deutschlandweit arbeitenden Greenvest Solar GmbH erreichen und hatte deshalb eine Bürgerversammlung angeregt. Bauherr und Projektierungsbüro stellten das Vorhaben nun den Bürgern vor.

"Die Skepsis ist da, aber es gab keine generelle Ablehnung", resümiert Davids nach der gut besuchten Informationsveranstaltung. So gibt es die Befürchtung, dass der Handy-Empfang beeinträchtigt werden könnte. Kritisch hinterfragt wurden mögliche Strahlung, Blendwirkung und Umweltverträglichkeit. "Der Bereich ist, was den Naturschutz betrifft, sensibel. Ursprünglich war vorgesehen, eine Photovoltaikanlagen auch am Penziner See zu errichten. Weil dort aber Adler und Wachtelkönig vorkommen, wurden diese Flächen schon herausgenommen", weiß der Bürgermeister. Unter der Jägerschaft gebe es zudem die Befürchtung, dass die Installierung von Solarmodulen links und rechts der Gleise zur "Wildfalle" werden könnte. Angeregt wurde deshalb zu prüfen, ob nicht die gesamte Anlage auf einer Seite der Gleise gebaut werden könne. "Das will das Projektier ungsbüro überprüfen", so Peter Davids. Den Landwirten wurde zudem die Zufahrt zu den hinter der Anlage liegenden Flächen zugesichert.

Die Freiflächenphotovoltaikanlage soll auf einer Fläche von rund 17,5 Hektar errichtet werden und dann eine Leistung von ca. zehn MWp (Mega-Watt-peak, Spitzenleistung bei Photovoltaikanlagen) bringen.

"Ein Teil der Gewerbesteuer würde die Gemeinde bekommen", sagt Davids. Denn hinterfragt worden sei auf der Veranstaltung auch, was die Gemeinde von der Anlage hätte. Der Geschäftsführer habe zudem signalisiert, dass bei der Errichtung nach Möglichkeit Leute aus der Kommune beschäftigt werden sollten, beispielsweise beim Zaunbau. Noch nicht beantwortet werden konnte die Frage, ob Bürger von der Photovoltaikanlage möglicherweise durch billigeren Strom profitieren könnten. Das solle aber nach den Worten des Geschäftsführers geprüft werden, erklärt Davids. Wenn das neue Projekt vorliegt, kommt es zur Beratung in den Bauausschuss und in die Gemeindevertretung.

"Wenn einige der Forderungen eingearbeitet werden, könnten wir damit leben", resümiert der Bürgermeister.

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