Wamckow : Pfiffiges Flötenquartett

Das Flötenquartett „ritardando' mit Elisabeth Jabs, Dr. Regina Winkler, Renate Maercker und Birga Boie-Wegener bot Adventsmusik in der Wamckower Dorfkirche.
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Das Flötenquartett „ritardando" mit Elisabeth Jabs, Dr. Regina Winkler, Renate Maercker und Birga Boie-Wegener bot Adventsmusik in der Wamckower Dorfkirche.

Das Holzbläserquartett „ritardando“ trug Adventsmusik in der Wamckower Kirche vor.

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17. Dezember 2013, 16:23 Uhr

In der oft hektischen Vorweihnachtszeit eine besinnliche Stunde der Musik genießen – dazu waren am dritten Adventssonntag wieder viele Besucher in die Wamckower Kirche gekommen. Das Holzbläserquartett „ritardando“ unter Leitung von Renate Maercker aus Büschow gestaltete das letzte Konzert des Jahres in der Reihe der kulturellen Veranstaltungen in der Dorfkirche.

So wie ihre Leiterin, leben und arbeiten auch Birga Boie-Wegener aus Nevers bei Neukloster, die Warinerin Dr. Regina Winkler und Elisabeth Jabs (Bibow) im Nordwestkreis. Musikschule, das lag lange zurück, doch das Interesse für „hausgemachte“ Musik war geblieben. Und manchmal fehlt eben nur ein Magnet, um dieses Interesse wieder zu aktivieren. Renate Maercker war dieser Magnet, und inzwischen ist ein kleines Ensemble entstanden. Einmal wöchentlich wird geprobt, und ein- bis zweimal im Jahr gibt es ein langes „Flötenwochenende“. Ideen haben die Damen! „Wir haben sogar schon Straßenmusik gemacht“, verriet Renate Maercker, „zum Beispiel bei einer Reise an die Mosel. Und vor dem Doberaner Münster wollen wir auch mal wieder spielen, natürlich in unseren schönen Kostümen.“

Eine ganze Flötenfamilie hatten die Hobby-Künstlerinnen mitgebracht, denn um alle Stimmlagen abzudecken, braucht es jeweils ein anderes Instrument. Von der Großbassblockflöte bis zur hellen Sopranflöte fanden alle ihren Einsatz. Lieder aus verschiedenen Ländern und Epochen standen auf dem Programm. Und wie sich zeigen sollte, hatten die Künstlerinnen echte musikalische Überraschungen in ihrem Gepäck.

Bassblockflötenspielerin Birga Boie-Wegener hatte die Moderation übernommen und weckte durch verbindende Informationen die Hörerwartungen des Publikums. Ganz Klassisches stand am Beginn, Weihnachtsmusik der Barockzeit von F.W. Zachov, Valentin Rathgeber und Francesco Manfredini. Dann kam, was man getrost schon „Weihnachts-Evergreen“ nennen kann. „White Christmas“ und „The Little Drummer Boy“. Zu letzterem gehörte natürlich auch ein Drummer. Diesen Part übernahm der 17-jährige Matthes Maercker und sorgte für einen ganz besonderen klanglichen Effekt.

Nicht nur die Kinder im Publikum hatten ihre Freude am Entdecken von Bekanntem im Potpourri beliebter Weihnachtslieder. Zur Überraschung wurden dann „ Stars and Stripes“ – die Flagge der USA – aufgepflanzt. Das war der Auftakt für „Christmas in New York“, eine zeitgenössische Komposition von Allan Rosenheck. Im wahrsten Sinne des Wortes „pfiffig“ und mit viel Spielfreude interpretierten die vier Flötistinnen diesen musikalischen Streifzug durch die amerikanische Großstadt. Von Santa Claus bis Christmas Eve, von Heilsarmee bis Schlittschuhlauf im Central Park setzten sie New-Yorker Weihnachts-Impressionen musikalisch um.

Besinnlich sollte das Konzert ausklingen mit schönen, alten Weihnachtsliedern. Doch dann kam der Wermutstropfen, der Kollaps eines Besuchers. Dank anwesender Ärzte war ganz schnell kompetente Hilfe zur Stelle, noch bevor der Notarzt eintraf. „Wir möchten dem Kranken alles Gute und baldige Genesung wünschen!“ Dies baten die Künstlerinnen mit dem Bericht über das Konzert auf den Weg zu schicken.




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